KURIER
Im Großtrappen-Schutzgebiet in Deutsch Jahrndorf haben sich ein EU-Abgeordneter sowie Vertreterinnen und Vertreter der GRÜNEN Burgenland über aktuelle Entwicklungen im Artenschutz informiert. Im Mittelpunkt stand dabei das EU-geförderte Projekt „LIFE EUROKITE“, das dem Schutz gefährdeter Greifvogelarten dient. Beim Besuch wurden neben fachlichem Austausch auch streng geschützte Arten wie Großtrappen, Kaiseradler und Rotmilane beobachtet. Diese gelten als Beispiel für langfristige Naturschutzmaßnahmen. Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner verwies auf die Entwicklung im Gebiet und betonte die Bedeutung des Zusammenspiels von Landwirtschaft, Naturschutz und Jägerschaft. In den vergangenen 30 Jahren habe sich hier eine große Population der Großtrappe etabliert. Projekte geraten immer mehr unter Druck Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass solche Projekte auf europäischer Ebene zunehmend unter Druck geraten. Im Zuge von Einsparungen würden Umweltprogramme in Frage gestellt. Auch aus Österreich gebe es kritische Stimmen zur Finanzierung von LIFE-Projekten. EU-Abgeordneter Thomas Waitz hob die Bedeutung dieser Programme hervor. Ohne gezielte Maßnahmen drohe langfristig der Verlust von Arten und Ökosystemen. Auch Klubobfrau Margit Paul-Kientzl verwies auf die Rolle solcher Initiativen für den regionalen Artenschutz und äußerte Sorge über mögliche Kürzungen. Der Grüne Landtagsklub Burgenland bekräftigte in diesem Zusammenhang sein Bekenntnis zum europäischen Naturschutz.
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