der Freitag
Minister Backhaus verliert sich in der Rettung von Wal Timmy und zeigt die Gefahren moralischer Panik. Was bedeutet es für die Demokratie, wenn populistische Forderungen die Vernunft verdrängen? Man muss sich das nur kurz vorstellen: Helmut Dietl, der Mann hinter Schtonk! , hätte aus diesem nicht enden wollenden Ostsee-Spektakel rund um einen gestrandeten Buckelwal ein Meisterwerk der Satire destilliert. Die Nebenrollen? Hätten sich fast von selbst besetzt. Jürgen Vogel mit hochgekrempelten Ärmeln und angespanntem Kiefer als Greenpeace-Aktivist. Lars Eidinger als aalglatter Reporter vor Ort, der mit dem Mikrofon wedelt. Heiner Lauterbach als der zwielichtige Privatinvestor, der mit einem Scheckbuch in der Hand auftaucht und eine Rettungsaktion sponsert. Sandra Hüller hätte einen Gastauftritt als Tierärztin aus Hawaii, kaum aufgetaucht, schon wieder verschwunden, und man fragt sich, ob man sie sich nur eingebildet hat. Die Rolle der entrückten Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
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