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Chaos-Tage im Prater: Warum die 18er-Baustelle für Ärger bei Fahrgästen sorgt | Collector
Chaos-Tage im Prater: Warum die 18er-Baustelle für Ärger bei Fahrgästen sorgt
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Chaos-Tage im Prater: Warum die 18er-Baustelle für Ärger bei Fahrgästen sorgt

Wer sich dieser Tage bei herrlichstem Frühlingswetter im Prater aufhält, sollte gewappnet sein: Denn die Bauarbeiten für die Verlängerung der 18er-Straßenbahnlinie stellen im Bereich der U2-Station Stadion eine Herausforderung für alle Fahrgäste dar – und für einige sogar eine Überforderung. Damit im Herbst der neue 18er auf der Meiereistraße fahren kann, ist eine Großbaustelle bei der U2-Station und dem Stadion Center unausweichlich: Weichen werden verlegt, Haltstellen errichtet, Gehwege neu angelegt. Und bestehende Öffi-Verbindungen werden zwischenzeitlich gekappt – etwa der Bus 11A, der als wichtiger Zubringer zur U-Bahn und zum Einkaufszentrum fungiert. Doch die provisorische Endstelle des 11A sorgt seit Tagen für Ärger unter Fahrgästen: Denn statt weiter eine volle „Runde“ zu absolvieren, endet der Kurs rund 200 Meter vor der bisherigen Endstelle abrupt. Und dann gilt: Bitte alle aussteigen – kein Einstieg erlaubt! Danach fährt der Bus leer zur Endstelle beim Stadion Center, um von dort neu Richtung Heiligenstadt zu kurven. Zwei KURIER-Leserinnen – beide über 80 Jahre – können nicht nachvollziehen, warum sie nicht bis zur bisherigen Endstelle mitfahren dürfen und nun deutlich weitere Gehwege in Kauf nehmen müssen. „Es ist im Baustellenbereich durch Staub und Lärm ohnedies sehr schwer, sich zurechtzufinden, weil nun nichts mehr barrierefrei ist. Daher ergibt ein leerer Bus überhaupt keinen Sinn“, klagen die Pensionistinnen. Und weil sich deshalb auch ständig andere Passagiere bei den Fahrern beschwerten, täten diese ihnen sogar leid. „Man kann das doch anders lösen bei den Wiener Linien.“ „Ausgleichszeiten nötig“ Doch warum müssen eigentlich alle 11A-Passagiere schon in der Vorgartenstraße aussteigen und nicht erst beim Stadion Center/Meiereistraße? Die Wiener Linien rechtfertigen diese Variante mit notwendigen „Steh- und Ausgleichszeiten“ für die Fahrer – und ersuchen um Geduld: Erst ab Mitte Juni soll der 11A wie gewohnt verkehren. „Wir beobachten unser Angebot und unser Baustellenumfeld laufend, wo sinnvoll und möglich werden Anpassungen vorgenommen“, heißt es. Geduld benötigen heuer auch wieder alle Gäste des seit 1. Mai geöffneten Stadionbades : Nach der Aufregung im Vorjahr – erst nach einem KURIER-Bericht wurde der 77A in eine Richtung doch hingelenkt – gibt es heuer (noch) gar keinen Öffi-Halt beim Bad: Zu Fuß sind es rund 800 Meter von der U2 bzw. 1,3 Kilometer von der U3-Schlachthausgasse. Der 77A werde aber „im Laufe des Junis“ wieder fahren, versprechen die Wiener Linien.

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