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Met Gala 2026: Viel Kritik und wenige Highlights | Collector
Met Gala 2026: Viel Kritik und wenige Highlights
KURIER

Met Gala 2026: Viel Kritik und wenige Highlights

Offiziell stand der Abend im Metropolitan Museum of Art unter dem Motto „Fashion Is Art“. Die dazugehörige Ausstellung rückte Mode als Objekt und Skulptur ins Zentrum. Viele Gäste zeigten sich als Figuren aus Gemälden oder nahmen Anleihen an Statuen. Die vielen Entwürfe zu dem Thema, die Kim Kardashian oder Beyonce als Co-Gastgeberin sind allerdings Nebensache, seit der Protest gegen die diesjährigen Geldgeber der Gala in New York das gesamte Stadtbild betrifft. Am Tag selbst wurde demonstriert. Parallel dazu wurden Slogans und Videos auf Fassaden projiziert, darunter auch in unmittelbarer Nähe von Immobilien, die Jeff Bezos zugeschrieben werden. Der Anlass: Jeff Bezos, Amazon-Chef und einer der reichten Menschen der Welt, und seine Ehefrau Lauren Sanchez Bezos treten als Hauptsponsoren des Abends auf. Die Kritik: Jetzt könne man sich mit Geld alles kaufen, auch  Zugang zur einer Modeparty, in der es früher tatsächlich einmal um Kreativität und Mode als Kunst gegangen war. Nur noch ein Werbe-Event für Luxuslabels? Wintours Gästeliste war vor einigen Jahren tatsächlich noch viel diverser und sie war nicht unmittelbar abhängig davon, wie honorig der Gast ist. Heute gibt es ausschließlich Promis und die größten Luxushäuser auf der Gala zu sehen. Taraji P. Henson oder „Sex and the City“-Star Cynthia Nixon unterstützten den Boykott, der in New York schon vorab durch Plakate zu sehen war, Titeln wie „You Can’t Buy Cool“, „Labor Is Art“. Die Met Gala wurde dieses Jahr ungewöhnlich politisch, auf dem roten Teppich selbst ließ man sich nicht viel davon anmerken. Wohl auch, weil Stars wie Margot Robbie oder ASAP Rocky auch gut bezahlte Werbeverträge mit Marken einzuhalten haben - in maßgeschneiderten Kleidern, um maximale Aufmerksamkeit in den Medien zu erzeugen.

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