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"Immer zu spät am Set": Meryl Streep hatte "Beef" mit Co-Star | Collector
KURIER

"Immer zu spät am Set": Meryl Streep hatte "Beef" mit Co-Star

Dank dem Erfolgsfilm "Der Teufel trägt Prada 2" ist Ausnahme–Talent Meryl Streep wieder in aller Munde - immerhin lässt das Sequel der Mode-Satire aus dem Jahr 2006 derzeit weltweit (trotz vernichtender Kritiken) die Kinokassen gehörig klingeln. Auch in Österreich strömen die Fans massenweise ins Kino, um mitzuverfolgen, wie Miranda Priestly (Streep) gemeinsam mit ihrer ehemaligen Praktikantin Andrea Sachs ( Anne Hathaway ) den Mode-Journalismus rettet. Bei solch einem Blockbuster stehen natürlich auch jede Menge Promo-Termine an, weshalb Streep, Hathaway und Co-Star Emily Blunt derzeit von dutzenden Magazincovern lächeln und noch mehr Interviews geben. In einem von eben diesen verriet Streep, mit welchem früheren – berühmten - Co-Star sie "Beef" (auf Deutsch: Streit) hatte. Streep über frühere Kollegin: "Das ist nervig" Es handelt sich dabei um niemand Geringeren als Hollywood-Legende Goldie Hawn , mit der Streep 1992 in der Fantasy-Komödie "Der Tod steht ihr gut" zu sehen war. Der Grund: "Sie war immer zu spät am Set", erinnert sich Streep im Gespräch mit Vanity Fair . Etwas, das Perfektionistin Streep nur schwer nachvollziehen kann: " Und ich bin immer pünktlich, wissen Sie, und das ist nervig." Streep vermutet im Interview, dass Hawns rotes Cabrio, mit dem sie selbst zum Set fuhr, sowie ihr lässiger Lebensstil für die Unpünktlichkeit ihrer Kollegin verantwortlich gewesen sein könnten. Hawn sei stets mit Sturmfrisur am Set angekommen, was aber niemanden wirklich zu stören schien. "Und alle dachten: ‚Oh, sie ist so süß.‘ Also hatte ich Beef mit ihr." Spaß größer als Ärger Streep fügt aber zugleich hinzu: "Aber ich liebte sie." Denn verfeindet waren die beiden Schauspielerinnen trotz dieser kleinen Spannungen nicht. Laut der heute 76-Jährigen hätten der Spaß und die Freude an der Arbeit am Set überwogen. "Wir haben nur gelacht. Wir hatten so viel Spaß", so Streep gegenüber Vanity Fair . " Und [Goldie] hat das beste Lachen in Amerika, wirklich. (...) Und dann müssen sie aufhören zu drehen. Aber das war lustig." Die Chemie zwischen den beiden Schauspielerinnen trug maßgeblich zum Erfolg der schwarzhumorigen Komödie bei, in der es um Eifersucht, Schönheit und die Suche nach Unsterblichkeit geht. Auch nach den Dreharbeiten seien Streep und Hawn Freundinnen geblieben, erzählt der Kultstar. "Über die Jahre hinweg haben wir viel über diesen Film gelacht, weil die Leute ihn lieben." Mit einem Augenzwinkern fügte Streep hinzu: "Ich dachte, es sei wie eine Dokumentation über Beverly Hills." Meryl Streep vs. Dustin Hoffman Auch wenn Streep in Hollywood zwar als perfektionistisch, aber umgänglich gilt, war Hawn nicht der einzige Co-Star, mit dem die dreifache Oscar-Gewinnerin im Clinch lag. Doch anders als bei Hawn war ihr Streit mit Dustin Hoffman durchaus eine ernste Sache. Weil Streep ihre Dialogzeilen in "Kramer vs. Kramer" (1979) ändern und ihrer Figur einen größeren feministischen Aspekt geben wollte, war Hoffman, gelinde gesagt, sehr genervt. Bei einer Szene hat Hoffman Streep gar geschlagen, obwohl das nicht im Drehbuch stand. Am Ende haben beide für ihre Rollen den Oscar gewonnen. Ausstehen sollen sie sich aber bis heute nicht können. Als Hoffman 2018 angeblich in den Skandal rund um Harvey Weinstein verwickelt war, äußerte sich Streep mit harten Worten zum damaligen Vorfall gegenüber The New York Times : "Er hatte eine Grenze überschritten."

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