KURIER
Stars wie Madonna, Rihanna, Kim Kardashian, Doja Cat, Sabrina Carpenter, Zoë Kravitz, Lena Dunham, Bad Bunny und Cher haben bei der New Yorker Met-Gala die Eröffnung einer neuen Mode-Ausstellung gefeiert. Gastgeberin der alljährlichen Benefiz-Gala war auch in diesem Jahr wieder Anna Wintour, die viele Jahre lang Chefin der US-Modezeitschrift "Vogue" war. Im Netz wurde das Event heiß diskutiert, aber nicht nur aufgrund der Promi-Outfits. Worum geht es beim Met Ball? Der oft als "Party des Jahres" bezeichnete "Met Ball" ist eine alljährliche Spendenveranstaltung für das Kostüm-Institut des Metropolitan Museums. Die auf mehrere Millionen US-Dollar geschätzten Einnahmen bilden das Jahresbudget des Instituts , das inzwischen nach Wintour benannt ist. Mit dem Spektakel wurde diesmal die Mode-Ausstellung "Costume Art" eröffnet. Was war das diesjährige Met-Gala-Thema? Der Dresscode des Spektakels im Metropolitan Museum trug in diesem Jahr denselben Namen wie die Mode-Ausstellung: "Costume Art" (zu Deutsch: "Mode ist Kunst") . Das Met-Thema lud die Gäste vor allem dazu ein, mit extravaganten und skurrilen Outfits zu experimentieren. Dabei gab es eine Reihe verschiedener Looks, die beeindruckten. Model Heidi Klum verwandelte sich mit einer aufwendigen Verkleidung in eine lebendige Statue , wie sie unter anderem auch auf Instagram dokumentierte. " Du warst einer der wenigen, die dieses Jahr das Konzept wirklich verstanden haben! Das ist echte Kunst – nicht die grundlegenden Outfits, die alle anderen tragen.", kommentierte eine Userin unter dem Beitrag. Stars sorgen mit Outfits für Staunen und Lacher Bad Bunny gewährte mit seinem Outfit einen Blick in die Zukunft und verkleidete sich als alter Mann. Sängerin Meghan Trainor trug ein Kleid, das berühmte Kunstwerke wie beispielsweise "Der Kuss" von Gustav Klimt beinhaltete. YouTuberin und Moderatorin Emma Chamberlain verzauberte mit einem Kleid, das an "The Starry Night" von Vincent Van Gogh erinnerte. "Ihr bisher bestes Kleid für die Met Gala, und es ist einfach phänomenal", kommentierte eine Nutzerin unter einem YouTube-Video von Vogue. Sängerin Cardi B war ebenfalls beim Event anwesend, ihr Look hat aber für Verwirrung gesorgt. Die 33-Jährige trat mit einem Spitzenkleid auf den roten Teppich. Darunter verbargen sich überdimensionale Schulterpolster, die für manche Userinnen und User wie "Brüste" oder auch "Tumore" wirkten. Warum wurde zum Boykott aufgerufen? Mitfinanziert und mitausgerichtet wurde die Veranstaltung in diesem Jahr von Amazon-Gründer Jeff Bezos und seiner Ehefrau Lauren Sánchez Bezos . Das sorgte für zahlreiche Kritik und Boykott-Aufrufe im Netz. So wurde beispielsweise vor dem Metropolitan Art Museum ein Schild über Plastikflaschen aufgehängt, das eine "VIP-Toilette" darstellen soll. Hintergrund für den Protest ist vor allem ein Skandal aus 2021: Amazon-Kuriere müssen aufgrund von Zeitdruck teilweise in Flaschen urinieren, da entweder kein Klo zur Verfügung steht oder noch zahlreiche Pakete ausgeliefert werden müssen ( KURIER berichtete ). Schlechte Arbeitsbedingungen bei Amazon Die Protest-Gruppe "Everybody hates Elon" verteilte zudem 300 Fläschchen mit einer Flüssigkeit, die wie Urin aussieht, im Museum. Auf den Flaschen war zudem das Gesicht von Bezos zu sehen. Zudem veranstalteten Amazon-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen einen eigenen "Met Ball", bei dem Outfits von lokalen Designern und Designerinnen getragen wurden. Dabei wurden Schilder wie "Arbeit ist Kunst " in der Menge hochgehalten. ICE bezieht Amazon-Services Jeff Bezos Unternehmen Amazon soll zudem Cloud-Computing-Dienste für die US-Einwanderungsbehörde ICE zur Verfügung stellen. Bereits im Jänner berichtete Forbes , dass ICE mehr als 140 Millionen US-Dollar in die B ereitstellung von IT-Ressourcen und Co. von Amazon bezahlt hat. "Warum nehmen wir uns Zeit dafür, um reiche Menschen zu sehen, die sich in Kostümen verkleiden, um auf eine Party zu gehen, zu der wir nicht eingeladen sind, wenn dieselben Personen den Untergang unserer Gesellschaft finanzieren?", fragte sich TikTokerin @ahmadnabihah.
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