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GmbH statt AG: Warum ein Wiener Wohnbauriese jetzt umgebaut wird
KURIER

GmbH statt AG: Warum ein Wiener Wohnbauriese jetzt umgebaut wird

Mit mehr als 31.000 Wohnungen ist die Gesiba einer der Big Player am Wohnungsmarkt – nicht nur in Wien, sondern in ganz Österreich. Doch die Kurzform für „Gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft“ wird bald überholt sein. Denn nach KURIER-Informationen wird aus der AG ( Aktiengesellschaft ) bald eine GmbH ( Gesellschaft mit beschränkter Haftung ). Und das sorgt durchaus für Diskussionen. Denn die Rathaus-FPÖ fürchtet, dass die (zu 99,97 %) im Eigentum der Stadt Wien stehende Gesiba dadurch an die Kandare genommen und zu Aufgaben abseits des Wohnbaus verpflichtet werden könnte. Aus einem laut Aktiengesetz weisungsfreien, unabhängigen Management würden weisungsgebundene „Befehlsempfänger“ des Eigentümers respektive der Wiener SPÖ, meint der blaue Klubchef Dominik Nepp . „Das ist brandgefährlich. Statt leistbaren Wohnraum zu sichern, wird künftig weniger Geld in den sozialen Wohnbau fließen“, so Nepp. Er geht davon aus, dass durch die Budgetnot von der Gesiba künftig auch kommunale Infrastrukturprojekte geschultert werden müssen. Gesiba-Manager Christoph Vogel widerspricht dem: Man bleibe eine gemeinnützige Bauvereinigung, orientiere sich aber am städtischen Public Corporate Governance Kodex – dies sei der alleinige Grund für die Umwandlung. „Strategische Steuerung“ und „umfassender Informationsfluss“ hin zum Eigentümer seien bei einer AG „aufwendiger“.

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