KURIER
Wer derzeit die Domain songcontest2026.at ( Link ) aufruft, findet keine Informationen zum Eurovision Song Contest 2026 in Wien. Stattdessen präsentiert eine Satireseite den Bewerb als Veranstaltung in Oberwart – unter dem Motto „United by Doskozil“ und, wie es heißt, „By Decree of The Supreme Landeshauptmann“. Hinter der Seite steht die Tagespresse , die angibt, sich die Domain gesichert zu haben. Gleichzeitig wird davor gewarnt, dass Suchalgorithmen die Seite künftig höher einstufen könnten als offizielle Angebote. „Ahnungslose ESC-Besucher“ könnten so direkt ins Burgenland geleitet werden, heißt es. Zugleich richtet die Redaktion einen Appell an ORF und EBU: Wer ein großes Musikereignis veranstalte, solle auch die entsprechende Internetadresse sichern. Die Darstellung knüpft an die Diskussion aus dem Vorjahr an. Nach dem Sieg von Johannes „JJ“ Pietsch beim Song Contest 2025 war Oberwart kurzzeitig als möglicher Austragungsort im Gespräch. Eine tatsächliche Bewerbung wurde später jedoch zurückgezogen, Wien wurde als Austragungsort bestätigt. Die Satireseite entwirft nun eine eigene Version des Bewerbs. Als Austragungsort dient eine fiktive „Raiffeisen-Hillinger-Mehrzweckhalle“. Auch Ablauf und Organisation werden in satirischer Form dargestellt. So wird etwa eine „ideologische Überprüfung an der Provinzgrenze“ beschrieben, ebenso wie die „Beschlagnahmung“ bestimmter Gegenstände. Im Ablauf findet sich unter anderem ein Punkt „Delegation arrival & decontamination“. Auch die Kür des Siegers wird überspitzt dargestellt: Dieser werde „zwangsweise eingebürgert“, erhalte eine lebenslange Mitgliedschaft und werde in Pinkafeld angesiedelt. Typische regionale Anspielungen fehlen ebenfalls nicht. So wird etwa darauf hingewiesen, man solle nicht kopfüber in den Neusiedler See springen. Unabhängig davon steht der tatsächliche Austragungsort fest: Der Eurovision Song Contest 2026 findet von 12. bis 16. Mai in der Wiener Stadthalle statt. Die Satire sorgt dennoch dafür, dass Oberwart im ESC-Jahr erneut Aufmerksamkeit erhält – wenn auch nur im Netz.
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