der Freitag
KI gilt als Fortschritt, bedroht aber Arbeitsplätze. Gerade die von Frauen. Nicht laut, nicht sichtbar, sondern still und systematisch. Wer glaubt, das sei Zufall, hat das System dahinter noch nicht verstanden Doppelt gestraft. So könnte man es nennen, was die London School of Economics letztes Jahr in einer Studie herausgefunden hat. Da wurde der Einsatz von generativer KI in der Sozialpflege für Erwachsene (Adult Social Care) untersucht. KI wird dort zunehmend eingesetzt, um etwa Fallnotizen des Pflegepersonals zusammenzufassen und daraus Entscheidungen über die weitere Versorgung abzuleiten. Das Ergebnis: Die KI bewertete nahezu identische Fälle unterschiedlich – abhängig vom Geschlecht der Patient*innen. Bei weiblichen Betroffenen wurden die Bedürfnisse häufig abgeschwächt und Probleme weniger dringlich oder gravierend dargestellt. Die Leidtragenden dieses KI-Bias sind vor allem Frauen. Das betont auch Studienautor Sam Rickman: „Wenn Sozialar Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
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