KURIER
Die an Krebs erkrankte Modedesignerin und Influencerin Patrice Aminati sagt im Podcast "Sitzengeblieben": "Es ist für mich überhaupt gar keine Option, dass das hier zeitnah endet." "Jetzt heißt es einfach Zeit gewinnen" Und sie hofft auch auf neue Forschungserkenntnisse: "Bei mir ist es jetzt so, ich bin Palliativpatientin. Das heißt, ich nehme Tabletten, ich bin austherapiert und wir hoffen auf neue Erkenntnisse. Ständig kommen Anrufe aus Amerika: 'Was kommt hier denn? Es kommt eine Impfung, es kommen neue Medikamente.' Also jetzt heißt es einfach Zeit gewinnen. Und ich bin da total zuversichtlich, weil ich genauso wie du trotz meinem Handicap mein Leben lebe, so gut ich's irgendwie kann, mit Hilfe", Aminati im Gespräch mit Radsportlerin und Podcastmoderatorin Kristina Vogel . "Ich hab ein kleines Kind, für das muss ich an die frische Luft. Ich hab eine tolle Modemarke, die ich total liebe. Ich brenne dafür und das lässt mich früh aufstehen." Sie glaube, dass sie "uralt werde, mit umringt von meinen Enkelkindern und nur daran halte ich mich fest". Mit ihrer Erkrankung wolle sie sich nicht identifizieren. "Viele fragen: 'Oh, hast du irgendwie so eine Bucket List, eine tolle Reise oder willst du irgendwas?" Oder eine Reha. Ich will Alltag, ich will leben. Das ist mein Wunsch. Normalität. Einkaufen zu gehen, arbeiten zu gehen, meine Wohnung sauber zu machen, mit der Kleinen auf den Spielplatz zu gehen." Bei Aminati wurde vor drei Jahren schwarzer Hautkrebs diagnostiziert. Eine vollständige Heilung ist nach ihren Worten ausgeschlossen. Im Dezember hatte Aminati die Trennung von ihrem Ehemann bekanntgegeben, dem Fernsehmoderator Daniel Aminati . Sie wünsche sich nun, dass sie von einer Paarbeziehung zu einer liebevollen Elternbeziehung zu ihrer gemeinsamen dreijährigen Tochter kommen. Aminati spricht immer wieder über ihren Alltag und ihre Erfahrungen mit der Krebstherapie. "Ich wollte euch einfach nur sagen, dass nicht jeder Tag gut ist und dass ich die Therapien nicht gut vertrage, aber irgendwie einfach gerne weiterleben möchte", sagte sie im April unter Tränen in einer Instagram-Story. Sie wolle sich nicht beschweren und sei dankbar für die Therapien, aber sie habe auch nicht immer die Kraft, weiterzumachen. "Ich habe die letzten zwei Tage nur im Bett gelegen und geschlafen." Heute sei aber ein guter Tag gewesen, betonte die 31-Jährige. Sie sei mit ihrer Familie im Garten gewesen, "Rechen das Laub, machen alles ganz schön und haben ein paar Frühblüher gesät". Die Familie wohnt in der Nähe von Dresden. Im Gespräch mit der deutschen Bundesforschungsministerin Dorothee Bär ging sie im Februar etwa darauf ein, wie sie von ihrer Erkrankung erfuhr. Ein Leberfleck am Hals sei während ihrer Schwangerschaft größer und erhabener geworden, nach der Geburt ihrer Tochter sei sie zum Arzt gegangen. Nach einer Biopsie sei sie sofort ins Krankenhaus geschickt worden, erzählte Aminati in einem auf dem Instagram-Account des Forschungsministeriums veröffentlichten Video. Schließlich sei festgestellt worden, dass sie schwarzen Hautkrebs habe, der damals bereits gestreut hatte. "Es ist unfassbar schrecklich und kräftezehrend", schildert Aminati weiter. Trotz der Schmerzen, die sie "über einen langen Zeitraum" erleiden musste, sei sie daran gewachsen. Es sei ein Geschenk, "von der Forschung, von der Hilfe zu profitieren". Aminati: "Doch das ist ein langer Weg." Über ihren offenen Umgang mit dem Thema sagt sie: "Ich schöpfe selber sehr viel Kraft daraus. Mir macht es Mut, viele positive Ausgänge oder das Leben damit als Palliativpatientin zu erleben. Das motiviert mich." Sie möchte auch anderen Mut zusprechen, so Aminati.
Go to News Site