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32 Gemeinden im südlichen NÖ wollen raus aus Öl und Gas
KURIER

32 Gemeinden im südlichen NÖ wollen raus aus Öl und Gas

32 Gemeinden in der Region Bucklige Welt-Wechselland im südlichen Niederösterreich wollen sich völlig unabhängig von fossilen Energieträgern machen. 80 Prozent ihrer Heizungen wurden bereits ausgetauscht, um unabhängiger von Öl- und Gas-Importen zu werden. Mit der Initiative „Raus aus Öl und Gas“ unterzeichneten sie nun eine Partnerschaft mit dem Land Niederösterreich. Gemeinsam mit der Energie- und Umweltagentur NÖ sowie der KEM-Bucklige Welt-Wechselland soll im nächsten Schritt nun auch die Bevölkerung verstärkt zum Heizkesseltausch motiviert werden. „Unabhängigkeit von Öl und Gas bringt Sicherheit und stärkt Niederösterreich nachhaltig. Wir können uns nicht abkapseln von globalen Krisen, aber wir müssen im Inland die Versorgung sichern“, sagt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) . In den vergangenen fünf Jahren seien die Ölheizungen in Niederösterreich auf knapp 54.000 halbiert worden. Gleichzeitig habe man Wind- und Solarenergie stark forciert. Die Region Bucklige Welt-Wechselland ist die größte in Niederösterreich , die diesen Schritt gesetzt hat. Information und Beratung Obfrau Michaela Walla, Bürgermeisterin der Gemeinde Warth , erklärt die Motivation der 32 Gemeinden: „Wir sind mit gutem Beispiel vorangegangen und haben bereits über 80 Prozent der öffentlichen Gebäude von fossilen auf erneuerbare Energieträger umgestellt. Mit der Unterzeichnung der Kooperation setzen wir nun ein weiteres Zeichen und wollen gezielt die Bevölkerung beim Umstieg unterstützen. Durch Informationsveranstaltungen und Beratungsangebote in der Region, um den Zugang zu Förderungen zu erleichtern und den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme so attraktiv wie möglich zu gestalten.“ Der erste Termin findet im Gemeindeamt Warth am 26. Mai um 19.00 Uhr statt. Am 27. Mai wird ein Online-Vortrag für die Region kostenlos angeboten. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ , lobt: „Die Region ist vorbildlich beim Ausstieg aus Öl und Gas. Bislang konnten so bereits CO₂-Emissionen in der Höhe von knapp 15.700 Tonnen eingespart werden. Wir beraten sowohl zum Heizkesseltausch als auch zu den passenden Fördermitteln.“ Bernhard Lechner, KEM-Manager für die Region , betont die Vorreiterrolle: „Mit dieser Initiative setzen wir wieder ein starkes Zeichen zum Erreichen der Klimaziele. Wir als Klima- und Energiemodellregion unterstützen unsere Mitbürger tatkräftig in Richtung klimafitte Zukunft, im Sinne unserer Nachkommen.“ „Raus aus Öl und Gas“ Insgesamt sind bereits 172 Gemeinden Teil der Initiative und haben ihre Heizkessel umgestellt oder befinden sich mitten in der Umsetzung. In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der installierten Wärmepumpen und Solarwärmeanlagen in Niederösterreich fast versiebenfacht , von knapp 22.000 (2003/2004) auf fast 153.000 Anlagen (2023/2024) . Parallel dazu verzeichnet auch die Fernwärme ein kontinuierliches Wachstum: Mit mehr als 150.000 Anschlüssen verzeichnet man hier eine Verfünffachung im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Mehr Informationen unter: https://www.enu.at/termine/

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