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KSC statt ESC: Die fünf besten Kaffeehaus-Songs | Collector
KSC statt ESC: Die fünf besten Kaffeehaus-Songs
KURIER

KSC statt ESC: Die fünf besten Kaffeehaus-Songs

Der Song Contest geht am Café Kralicek ziemlich spurlos vorbei, der Fernseher bleibt an den ESC-Abenden dunkel. Die Stammgäste interessieren sich nicht dafür, sie hatten aber viel Spaß damit, im Café einen KSC zu veranstalten: den Kaffeehaus-Song-Contest. Platz 5: „Cafe-Haus“ (1980) Peter Cornelius geht mit seinem Freund, dem „Maler Pinsel“, ins Kaffeehaus. Und nachher gemma ned z’Haus / Da gemma no woanders hin. Man sieht: ein durchaus realitätsnahes Lied. Dagegen spricht, dass es schon arg einfach gestrickt ist. Funfact: Die B-Seite der Single ist „Der Kaffee ist fertig“. Platz 4: „Jö schau“ (1975) Georg Danzer begegnet in seinem Stammcafé einem nackten Mann. Mindestens ebenso erstaunlich ist das Menü, das der Sänger dabei auf dem Tisch stehen hat: Neulich sitz i uma hoiba zwa im Hawelka / Bei a paar Wuchteln und bei an Bier. Platz 3: „3 Gschichtn ausn Café Fesch“ (2016) Das Frühwerk von Voodoo Jürgens spielt in einem Lokal, das eher Spelunke als Kaffeehaus ist. Von den drei „Gschichtn“ ist eine ärger als die andere. Platz 2: „In einem kleinen Café in Hernals“ (1932) Der Hermann-Leopoldi-Evergreen (Text: Peter Herz) überzeugt bis heute mit seinem Charme. Wie heißt es über das Café so schön? Dort genügen zwei Mokka allein / Um ein paar Stunden so glücklich zu sein. Platz 1: „Espresso“ (1975) Wolfgang Ambros sitzt im Tschocherl und langweilt sich. Heit sitz i wieda im Espresso / Wie jeden Tog so um hoib vier / Und woat, dass si vielleicht wos tuat / Weil i mi goa so fadisier. Der von Hugo Khittl getextete Song ist in der Austropop-Geschichtsschreibung unterbewertetes Meisterwerk: kleine Nachmittagsdepression als große Oper. Douze points!

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