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Stelzers Hauptgegner ist die Bundesregierung
KURIER

Stelzers Hauptgegner ist die Bundesregierung

Nicht nur in diesem Punkt ging der Landeshauptmann beim ÖVP-Landesparteitag auf Distanz zu seinem Koalitionspartner. „Wir brauchen mehr Leute aus dem Ausland, wenn sie bei uns arbeiten und leben wollen. Wir sind ein weltoffenes Land, das die Internationalität und den Zugang zu den internationalen Märkten braucht. Wir verstehen uns als aktiver Teil der EU, wir orientieren uns am westlichen Europa und nicht an Putin oder Orban oder Trump.“ Alles konträr zu den FPÖ-Positionen. Stelzer hat die Landespartei eineinhalb Jahre vor der Landtagswahl 2027 inhaltlich klar positioniert, er und sein Team erhielten beinahe 100 Prozent Zustimmung von den rund 1.000 Funktionären. Dennoch muss er um die Führung im Land zittern. Der Aufschwung der FPÖ auf Bundesebene droht, ihn im Land mitzureißen. Die Kickl-Partei erlebt ein Hoch, ihre Flut schwemmt auch die freiheitliche Landespartei nach oben. Die Sparpakete der Wiener Dreierkoalition, die die Finanzlöcher der früheren schwarz-grünen Regierung stopfen muss, treibt Kickl die Wähler zu. So sollen beispielsweise viele Pensionistinnen und Pensionisten drei Jahre lang auf ihren Inflationsausgleich verzichten, was einer Kürzung gleichkommt. Sie sind aber Kernwählerschichten der SPÖ und der ÖVP. Die Wirtschaft erhält nicht jene Entlastung, die für mehr Investitionen und Wachstum notwendig wären. Aus dem Osten bläst sowohl Stelzer als auch SPÖ-Obmann Martin Winkler ein Wind entgegen, der einen wesentlichen Teil ihrer Bemühungen um Zustimmung der Wähler hinwegträgt.

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