KURIER
Im Spitzensport geht es um Bruchteile von Sekunden. Diese entscheiden, ob er oder sie einen neuen Rekord aufstellt – oder eben nicht. Dann eben als letzte Läuferin ins Ziel Für Ihre Kolumnistin sind nicht einmal Minuten wirklich entscheidend bei einer Laufveranstaltung . Das hehre Ziel, nur ja nicht letzte zu werden, ist auch längst gegessen. Dann halt als letzte Läuferin reinspaziert, wurscht ist es auch und überhaupt, grad den Letzten wird oftmals gleich viel Applaus zu Teil wie denen an der Spitze. Das konnte man vor ein paar Wochen eindrucksvoll bei den Marathons in Linz und Wien beobachten. Dieses Tempo ist unfassbar Zieleinläufe wie jene von Sabastian Saw e (1:59:30), Yomif Kejelch a (1:59:41) und Jacob Kiplimo (2:00:28), die drei bestplatzierten Männer in London vergangene Woche, sorgen für Staunen und ringen jedem, der sich nur irgendwie fürs Laufen interessiert, Respekt ab. Bei den Frauen überquerten Tigist Assefa (2:15:41), Hellen Obiri (2:15:53) und Joyciline Jepkosgei (2:15:55) die Ziellinie als erste drei Läuferinnen dicht auf dicht. Diese Männer und Frauen liefen Marathons mit Zielzeiten, die ein durchschnittlicher Hobbyläufer schon für einen Halbmarathon als spitzenmäßig betrachten darf. (Ihre Kolumnistin, die Laufschnecke, jedenfalls würde direkt im Ziel Luftsprünge machen.) Alles ist möglich Sawe und Kajelcha knackten zu dem die 2-Stunden-Marke für die Volldistanz von 42,195 Kilometern. Was lernt nun eine Hobbyläuferin daraus? Dass alles möglich ist, auch der nächste Marathon. Ihre Kolumnistin spitzt auf einen Startplatz jedenfalls in London : Der Zielschluss liegt bei acht Stunden. Das sollte sogar für eine Laufschnecke reichen.
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