KURIER
Es ist etwas Besonderes: die offizielle Residenz des britischen Königs in Schottland wird zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Anlässlich des 100. Geburtstages der verstorbenen Queen Elizabeth II. können die privaten Wohnräume im Holyroodhouse Palast in Edinburgh vom 21. Mai bis 10. September besichtigt werden. Ursprünglich wird der Bau als Gästehaus der Abtei Holyrood Abbey errichtet. Erst unter Jakob IV. von Schottland entsteht ab 1501 ein Palast, in dem Maria Stuart den Großteil ihres Lebens verbringt. Die Anlage steht seit dem 14. Dezember 1970 unter Denkmalschutz. Jedes Jahr weilt die königliche Familie im Juli eine Woche lang im Holyrood-Palast. So auch 2023, wo Charles III. am 5. Juli – zwei Monate nach seiner Krönung in der Westminster Abbey in London - in der St Giles“ Cathedral noch einmal "gekrönt" wird. Es ist keine Krönung, die Zeremonie symbolisiert vielmehr die Verbundenheit zwischen dem Königshaus und dem schottischen Volk. Das hat eine lange Tradition. Denn als König Charles I. 1625 in der Westminster Abbey gekrönt wird, verlangt das schottische Parlament auch eine Zeremonie im Norden. Dieser Forderung wird 1633 stattgegeben und das Ritual bis 1822 beibehalten. 1953 nimmt die Queen diese Tradition wieder auf. Ein Ausweichort für den Empfang "spezieller" Gäste Als Papst Benedikt XVI. im Jahr 2010 auf Staatsbesuch in Großbritannien weilt, empfängt ihn Queen Elizabeth II. am 16. September. Die Begegnung findet in Schottland statt, weil die Queen dort – anders als in England – nicht Oberhaupt der anglikanischen Landeskirche ist. Denn ihre Funktion als Oberhaupt der "Church of England" wird vom Heiligen Stuhl nicht anerkannt.
Go to News Site