Collector
Sicherheit beim Song Contest in Wien: "Sind nicht nervös, aber achtsam" | Collector
Sicherheit beim Song Contest in Wien:
KURIER

Sicherheit beim Song Contest in Wien: "Sind nicht nervös, aber achtsam"

In dieser Woche geht der 70. Eurovision Song Contest in Wien über die Bühne. Am Dienstag findet das erste Halbfinale in der Stadthalle statt. Insgesamt treten 35 Länder gegeneinander an, so wenig wie noch nie seit 2004. Grund dafür ist unter anderem der Boykott gegen die Teilnahme Israels . Fans aus 75 Ländern reisen an, 95.000 Tickets für neun Shows wurden weltweit verkauft. Die Sicherheitsvorkehrungen sind dementsprechend hoch. Darin sieht der Chef des Wien-Tourismus, Norbert Kettner , in der ZiB2 auch den größten Unterschied zum ESC 2015, der ebenfalls in Wien stattfand. Song Contest war auch "in der Vergangenheit immer politisch" "Das große Thema ist die Sicherheit ", sagte Kettner. Die weltweite Lage und eine seit Längerem bestehende Terrorwarnstufe erforderten höhere Aufwendungen. Man habe jedoch "ein sehr gutes Konzept", sowohl in der Stadthalle als auch am Rathausplatz. Auch bei der Nervosität gebe es keinen Unterschied: " Wir sind nicht nervös . Ich bin nicht nervös. Aber wir sind achtsam." Auch die Diskussionen rund um die Teilnahme Israels und Proteste bei ESC-Veranstaltungen beschäftigen die Organisatoren. Kettner widerspricht dabei der oft wiederholten Behauptung, der Eurovision Song Contest sei unpolitisch . "Es gibt dieses Mantra, der Song Contest ist nie politisch. Stimmt so nicht ganz." Der Bewerb habe internationale Entwicklungen immer widergespiegelt. "Er war in der Vergangenheit auch immer politisch ." Besonders positiv habe ihn die Stimmung bei der offiziellen Eröffnung überrascht. Die Bilder seien "extrem friedvoll" gewesen und hätten "ein extremes Miteinander und eine extreme Fairness" transportiert. Kettner: ESC ist "vor allem ein Imagefaktor" Berichte über eine schwächere Bettenauslastung wies Kettner zurück. "Das stimmt nicht." Aktuell liege Wien bei 75 Prozent Auslastung und damit über dem Jahresschnitt. Der ESC sei jedoch "vor allem ein Imagefaktor " mit bis zu 180 Millionen Zuseherinnen und Zusehern weltweit. Das große Geschäft in der Hotellerie entstehe nicht unmittelbar, die Wertschöpfung für die Stadt sei aber "doch deutlich spürbar". Ob Wien im Fall eines erneuten österreichischen Sieges wieder Austragungsort wäre, ließ Kettner offen. "Nach dem Song Contest ist vor dem Song Contest." Man werde darüber sprechen, falls es so weit komme – zumal es auch andere Bewerber gebe. Glaubt man den Wettquoten, wird der Song Contest im nächsten Jahr allerdings ohnehin in Finnland stattfinden.

Go to News Site