KURIER
Innerhalb weniger Minuten färbte sich der Himmel am Montagabend über Wien schwarz und entlud sich kurz darauf mit heftigen Hagel- und Regenschauern. Das Programm rund um das ESC-Village am Wiener Rathausplatz musste kurzerhand abgebrochen werden. Um 18.30 Uhr wurde die Musik abgedreht und es kam die Durchsage: Das Eurovillage müsse aufgrund einer Unwetterwarnung geräumt werden. Alle Besucherinnen und Besucher wurden gebeten, das Areal zu verlassen. Die Stadt Wien müsse Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Ähnlich trüb wie der Montagabend fällt auch die Wetterprognose für die restliche ESC-Woche aus. Entgegen der ursprünglichen Planung wird der Ring am heutigen Dienstag deshalb auch nicht teilgesperrt. Wegen des Wetterumschwungs rechnen die Veranstalter des Eurovision Village vor dem Wiener Rathaus mit deutlich weniger Besucherandrang zum ersten Halbfinale. Sperre nicht notwendig Daher sei die Sperre der Ringstraße nicht notwendig, hieß es seitens der Organisatoren. Am ab 14.00 Uhr geplanten Programm im ESC-Village gebe es aber keine Änderungen. Eine teilweise Ringsperre ist nach wie vor dann wieder für den zweiten Teil des Semifinales (Donnerstag) und am Finaltag (Samstag) angekündigt. Die tristen Wetteraussichten werden sich auch vor dem Finaltag am Samstag nicht ändern. Das Wochenende wird trüb und unbeständig. "Nach einem weitgehend trockenen Morgen und Vormittag werden sich ab Samstagmittag allmählich Regenschauer von Südwesten her Richtung Bundeshauptstadt ausbreiten. Am nassesten schaut tatsächlich der Abend aus", sagt Ubimet-Metereologe Konstantin Brandes. Temperaturen liegen bei 13 Grad Die stärksten Regenfälle werden in der Zeitspanne zwischen 17 und 23 Uhr erwartet. Die Temperaturen werden am Abend laut Brandes zwischen 13 und 14 Grad liegen. "Der Wind wird zum Glück keine große Rolle spielen", betont der Meteorologe. "Blitz- und Donnergefahr ist gering" Von einem heftigen Unwetter wie am Montagabend geht Brandes am Samstag aber nicht aus. "Die Blitz- und Donnergefahr ist eher gering, es wird hauptsächlich regnen", prognostiziert der Ubimet-Experte. Erst am Sonntagabend werde sich die Wetterlage langsam beruhigen, eine deutliche Besserung und höhere Temperaturen sind erst kommende Woche wieder in Sicht. Alle Kandidaten des Eurovision Song Contest 2026: Was bedeutet diese Wetterprognose nun für den Finaltag? Könnte der Rathausplatz eventuell erneut geräumt werden müssen? "Wenn es regnet, dann regnet es" "Wir haben eine Großveranstaltung unter freiem Himmel. Wir sind Wettereinflüssen unterworfen", sagt dazu Noah Schönhart, Sprecher vom S tadt Wien Marketing, auf KURIER-Anfrage. " Wenn der Wind geht, dann geht der Wind. Da müssen sich die Leute e ntsprechend vorbereiten und anziehen. Nach dem Motto, es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung", so Schönhart. Räumung nicht ausgeschlossen Anders gestalte sich die Situation, sollte ein heftiges Unwetter wie am Montagabend auftreten. "Wenn wir große Windstärken haben, dann müssen wir den Rathausplatz tatsächlich räumen. D as geht nicht anders, weil dann ist die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher und auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr gegeben", erklärt Schönhart. Windstärken bis zu 80 km/h - wie gestern Abend - wären für die Durchführung des Public Viewings zu viel. Eine "Indoor-Alternative" zum großen Public Viewing am Rathausplatz gebe es aber nicht. Abseits der Stadthalle gibt es in Wien insgesamt 38 Möglichkeiten - von Museen über Kinos -, wo Public Viewing angeboten wird.
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