KURIER
Bargeld, Schmuck, Bankdaten: Darauf haben es die Betrüger abgesehen. Seit Jahren warnt die Polizei vor Anrufen durch "falsche Polizisten" . Dabei geben sich die Täter als Polizeibeamte aus und setzen ihre Opfer massiv unter Druck, um an Informationen, Geld oder Wertgegenstände zu gelangen. Und die Aufklärungsarbeit der Polizei trägt Früchte: Immer weniger Menschen fallen auf die Masche herein, wie aktuelle Betrugsversuche im Raum St. Pölten und Tulln zeigen. "Die Betroffenen haben sehr gut reagiert. Sie haben sofort aufgelegt und die Vorfälle angezeigt", sagt Johann Baumschlager von der Landespolizeidirektion. Die Tricks der Täter Die Polizei weist in einer Aussendung einmal mehr auf die Betrugsmasche hin. Die wichtigsten Behauptungen der Betrüger: Einbrecher sollen in der Nachbarschaft festgenommen worden sein persönliche Daten wurden bei Kriminellen gefunden Geld oder Wertgegenstände sind Zuhause oder auf dem Bankkonto nicht mehr sicher eine "Sicherstellung" durch die Polizei sei notwendig ein Familienmitglied habe einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Mensch getötet wurde Die Opfer werden gezielt unter Stress und Zeitdruck gesetzt, um sie zu falschen Entscheidungen zu verleiten. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Vorsicht. "Sollten Sie einen derartigen Anruf erhalten oder Opfer eines Betrugs geworden sein, erstatten Sie umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle oder unter Notruf 133", heißt es in der Aussendung. Tipps der Ermittler Die Polizei rät zu folgendem Vorgehen, um sich vor Betrügern zu schützen: Legen Sie auf, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Die Polizei fordert niemals Bargeld, Schmuck, eine Kaution oder Wertgegenstände zur Verwahrung an. Geben Sie keine persönlichen Daten, Kontodaten oder Informationen über Vermögenswerte am Telefon bekannt. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Beenden Sie das Gespräch und kontaktieren Sie Angehörige oder die nächste Polizeidienststelle. Vertrauen Sie nicht der angezeigten Telefonnummer – diese kann manipuliert werden. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen. Vereinbaren Sie im Zweifel einen Rückruf über die offizielle Notrufnummer 133 oder kontaktieren Sie direkt Ihre örtliche Polizeiinspektion. Sprechen Sie insbesondere mit älteren Angehörigen über diese Betrugsmasche.
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