der Freitag
Der Abschied von russischem Pipelinegas galt als Befreiungsschlag. Doch statt echter energiepolitischer Souveränität gerät Deutschland in neue Abhängigkeiten – von LNG, Weltmarktpreisen und globalen Krisen Unscheinbar begann es an der Tankstelle. Seit April darf der Spritpreis nur noch einmal am Tag steigen – Senkungen bleiben jederzeit möglich. Klingt vernünftig. Eine erste Analyse des Leibniz-Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zeigt jedoch: Bei Benzin wuchsen vor allem die Margen der Anbieter. Was als Verbraucherschutz verkauft wurde, entpuppt sich als Mechanismus zusätzlicher Unternehmensgewinne. Das ist kein Randthema. Es ist ein Muster. Es zeigt im Kleinen, was die neue Energiepolitik im Großen prägt: Der Staat greift ein, aber er greift selten die Machtverhältnisse an, die Preise, Risiken und Gewinne verteilen. Er ordnet Märkte neu, stabilisiert Lieferketten, verspricht Entlastung – und lässt offen, wer am En Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
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