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Bildungsschere «Aufwachsen mit KI: ‹Alle geben sich so wahnsinnig zukunftsorientiert›» , WOZ Nr. 18/26 Die angesprochene Bildungsschere im Artikel wird im begleitenden Interview mit zwei Gymnasiastinnen geradezu exemplarisch vorgeführt. Weshalb kommen bei solchen Umfragen meist Gymnasiastinnen und Studenten zu Wort? Dies fällt immer wieder auf in der Berichterstattung über Jugendliche, auch in anderen Medien. Genauso interessant sind doch die Ansichten und Erfahrungen von Jugendlichen in Berufslehren oder Schüler:innen auf weniger hohem Level und aus bildungsfernem Umfeld. Brigitte Stauffer, Winterthur Stromverschwendung «Strommarkt: Zerstört das Abkommen das Schweizer Modell?» , «Stromgeschichte: Wasserkraft voraus», beide WOZ Nr. 21/26 Seitenlang wird Versorgungssicherheit diskutiert, und die wichtigsten Fakten bleiben unerwähnt. 2024 berichtete der Bundesrat, dass die Verschwendung beim Strom mindestens fünfzehn Prozent des Stromverbrauchs betrage. Und die sogenannte Winterstromlücke von acht Prozent – eine Begriffserfindung der Stromkonzerne – kommt nur dadurch zustande, dass der Strom zu Höchstpreisen Anfang Winter verkauft und dann durch billigen Atomstrom aus Frankreich ersetzt wird. Zudem hat das Bundesamt für Energie ausgerechnet, dass mit Fotovoltaik im Siedlungsgebiet ein Produktionspotenzial von 75 Terawattstunden bestehe, das entspricht 125 Prozent des heutigen Stromverbrauchs. Wir brauchen also keine neuen Wasserkraftwerke, keine Grosswindkraftanlagen und auch keine Fotovoltaik in der Landschaft. Das Gerede von Versorgungssicherheit entlarvt sich als Scheingefecht zugunsten der kund:innenfeindlichen Stromkonzerne. Uwe Scheibler, per E-Mail Kapitalistische Strukturen «Long Covid und ME/CFS: Heilung in drei Tagen?» , WOZ Nr. 21/26 Im Artikel zu ME/CFS wird das biopsychosoziale Modell mit einem biomedizinischen Ansatz kontrastiert. Es wird der Eindruck erweckt, dass Letzterer Erkrankungen als biologisch verursachte Pathologien ernst nehme, während Ersteres Krankheitsbilder als rein psychologische Reaktionen wegerkläre. Das ist irreführend. Das biopsychosoziale Modell besagt nicht, dass Symptome keine biologischen Ursachen haben können. Aber es erkennt an, dass die Ursachen aller Krankheiten komplex sind. Das trifft auch auf viele traditionelle Leiden zu. Zum Beispiel ist Bluthochdruck eine Erkrankung ohne eindeutig zuweisbare biologische Ursache. Dasselbe gilt für Depression und die meisten psychiatrischen Krankheitsbilder. Würden wir nur «rein biologische» (was heisst das überhaupt?) Erkrankungen als solche anerkennen, verkleinerte sich der Zuständigkeitsbereich der Medizin auf absurde Weise. Dann könnten Ärzt:innen weder Bluthochdruck noch Depression behandeln. Dass ME/CFS zu wenig ernst genommen wird und Patient:innen mit pseudowissenschaftlichen Therapien vertröstet werden, hat nichts mit dem biopsychosozialen Modell zu tun. Das liegt viel eher an den patriarchalen und kapitalistischen Strukturen unserer Gesellschaft, die auch die Medizin prägen. Pablo Hubacher, per E-Mail

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