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Udo Zimmermanns „Weiße Rose“ befreit Sophie und Hans Scholl vom deutschen Mythos | Collector
Udo Zimmermanns „Weiße Rose“ befreit Sophie und Hans Scholl vom deutschen Mythos
der Freitag

Udo Zimmermanns „Weiße Rose“ befreit Sophie und Hans Scholl vom deutschen Mythos

Das Fallbeil tut seine grausame Arbeit: In Ost wie West wurden Hans und Sophie Scholl politisch vereinnahmt. Udo Zimmermanns „Weiße Rose“ befreit sie aus diesen Deutungen – 1986 zeitgleich in der DDR und in der BRD Leise spricht Hans die ersten Worte angesichts des Abgrunds. „Tief unter uns. Kein Schrei. Nur Schweigen. Schweigen.“ Darauf schlägt das Klavier kurz und dissonant die höchsten und tiefsten Töne der Tastatur an; zugleich wird vom Schlagwerk auf einem Metallblock ein schneidender Klang erzeugt; Bassposaune und Piccoloflöte mischen ihre Tiefe, ihre Höhe dazu – das Fallbeil tut seine grausame Arbeit. Eins. Zwei. Wieder. Was vor Zeiten einmal Beethovens berühmtes Schicksalsmotiv am Anfang seiner fünften Sinfonie gewesen ist – lange her. In die folgende Stille hinein betet Sophie , erst allein, dann mit Hans im Fugato singend: „Gib Licht meinen Augen, oder ich entschlafe des Todes“, frei nach einem Psalm Davids. In der Todeszel Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .

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