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Long Covid «Long Covid und ME/CFS: Heilung in drei Tagen?», WOZ Nr. 21/26 Der Artikel hinterfragt mit einem äusserst scharfen kritischen Unterton unterschiedliche aktuelle Diskussionen rund um Long Covid. Dabei nimmt er Bezug auf den Podcast von Zita Bauer und Jann Zosso, der sich mit Genesungsgeschichten von Long-Covid-Betroffenen auseinandersetzt. Im Artikel werden die persönlichen Geschichten, die im Podcast präsentiert werden, als Einzelfälle von privilegierten Personen, die nur über eine kurze Zeitspanne erkrankten, abgetan. Zudem sei der neurobiologische Ansatz, der den porträtierten Personen den Genesungsweg ermöglicht hat, unwissenschaftlich und könne für Betroffene sogar schädlich sein. Dass ein Podcast, der Geschichten von Betroffenen sichtbar macht, ohne echte Auseinandersetzung mit den aufgearbeiteten Geschichten und den seriös recherchierten wissenschaftlichen Erkenntnissen einfach als gefährlich und praktisch als Unsinn eingestuft wird, ist und bleibt für mich sehr fragwürdig. Leonie Mugglin, per E-Mail Wer in einer so vergifteten Debatte wie der um die Behandlung von Post Covid so schlecht recherchiert oder so unsorgfältig formuliert oder beides, handelt nicht nur fahrlässig, sondern unverantwortlich. Von den vielen Missverständnissen im Artikel seien nur zwei herausgestellt: Nein, der neuroplastische Ansatz stellt nicht das Vorhandensein (messbarer) somatischer Veränderungen infrage. Und nein, Neuroplastizität ist nicht mit Psychosomatik gleichzusetzen, wie im Artikel nahegelegt wird. Solange zu Ursachen und Therapien zu Post Covid kein wirklicher Durchbruch erzielt ist, sollte die Forschung tatsächlich in alle Richtungen erfolgen. Evidenzbasierung für neuroplastische Ansätze zu fordern und gleichzeitig den Verzicht auf entsprechende Forschung, geht nicht auf. Dafür, dass diese Ansätze wirksam sein können, gibt es Hinweise genug. Herbert Winistörfer, Winterthur 100-Milliarden-Schweiz Die Debatte zur «10-Millionen-Schweiz»-Initiative möchte ich durch folgenden Aspekt ergänzen: die «100-Milliarden-Schweiz». Damit meine ich die Gesamtsumme der jährlich vererbten Vermögen in der Schweiz. Alle Fachleute erachten die zunehmende Konzentration grosser Vermögen in immer weniger Händen als Gefahr für das Funktionieren einer Demokratie, die Entstehung eines Geldadels, wie wir es seit längerem in den USA beobachten können, als Gift für unser Gemeinwesen. Keine volkswirtschaftlich relevante Grösse wächst so schnell wie die grossen Vermögen. In der Folge beobachten wir weltweit eine beängstigende Zunahme autokratischer Tendenzen und einen dramatischen Rückgang demokratischer Verhältnisse. 74 Prozent der Weltbevölkerung leben heute in einem autokratisch regierten Staat, in einer liberalen Demokratie gerade mal noch 7 Prozent (siehe den «Democracy Report 2026» der Universität Göteborg). Wenn wir über die 10-Millionen-Schweiz-Initiative streiten, müssen wir uns diese Fakten vor Augen halten. Die gerade auch von den Initianten dieser Initiative forcierte Tiefsteuerpolitik der Schweiz ist massgeblicher Treiber für die Zuwanderung. Wenn wir diese begrenzen wollen, und dafür gibt es gute Gründe, können wir die Anreize für aktuelle und zukünftige Milliardäre, die immer auch Investoren sind, weniger attraktiv gestalten. Die Alternative, die am 14. Juni zur Wahl steht: Familiennachzug erschweren, Asylsuchende noch mehr drangsalieren. – Welche Schweiz wollen wir? Dieter Liechti-Keller, Bülach
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