KURIER
Ein Ausflug nach Salzburg geht immer. Aber in welchem Hotel schlafen? Die Kurier Freizeit stellt mit dem Sheraton Grand und dem Arthotel Blaue Gans zwei unterschiedliche Hotels vor. Sheraton Grand Salzburg Es sind nur elf Gehminuten vom Hauptbahnhof zu diesem Luxushotel beim Mirabellgarten. Dort sorgen rund um die Uhr achtzig Mitarbeiter für erstklassigen Service und hohe Gästezufriedenheit. Gemanagt wird das Haus von der US-Kette Marriott (Eiswürfel-Spender auf jedem Stockwerk), für die österreichische Note sorgt die Hotel-Familie Winkler: klassisch, mit lokalen Akzenten. Die Zimmer sind rot-weiß gehalten, mit Mustern, die an Schneeflocken erinnern, hochwertiges Design. Die Hälfte der Zimmer haben Park- oder Festungsblick. Entree, Restaurant und Bar sind großzügig gestaltet, auf der Garten-Terrasse trinken auch Salzburgerinnen gerne eine Melange. Das Restaurant „Mirabell“ bietet Specials wie „Dinner & Concert“ oder „FRID*EX“ mit 16 Gängen. Den Abend kann man in der Piano-Bar ausklingen lassen, Chef Toni und sein Team mixen Drinks nach den Vorlieben der Gäste, bis 23 Uhr gibt es Happen zu essen. Für Verliebte, die im Marmorsaal von Schloss Mirabell (dem schönsten der Welt) heiraten wollen, sind es nur wenige Meter über den Rosenhügel zum vorbereiteten Empfang auf der Terrasse des Hotels. Die zentrale Lage ist ein starkes Argument für Künstler, Festspielgäste oder Fußballer. Die Getreidegasse mit Mozarts Geburtshaus ist bei einem gemütlichen Spaziergang gut zu erreichen. Genauso die Festspielhäuser. Von Karl Kaltenegger Arthotel Blaue Gans Die Blaue Gans in der Getreidegasse ist Boutique-Hotel, Kunsthaus und grandioses Restaurant in einem. Sie ist einer der Klassiker der Stadt, nicht nur während der Festspiele. Historische Mauern treffen auf zeitgenössisches Design, dazwischen immer wieder Kunst mit Augenzwinkern: eine Glaskugel mit Stinkefinger, eine Mozart-Konservendose, eine überdimensionale Dollarnote mit Raubkatze. Keines der 34 Zimmer ist wie das andere, jedes hat einen eigenen Charakter. Der Blick fällt entweder direkt auf das Treiben der Getreidegasse, hinüber zum Festspielhaus, oder ganz ruhig in den Innenhof. Seit 1350 ist hier immer etwas los. Das Gebäude war lange als Aufnerhaus bekannt. Es gehörte einer reichen Familie, die Silber aus den Alpen nach Venedig brachte und mit mediterranen Kostbarkeiten zurückkehrte. Wein, Mandeln, Austern: Der Süden zog früh in Salzburg ein. Und er ist bis heute präsent, etwa am stillen Örtchen des Restaurants, wo eine sonore Stimme Dante rezitiert. Im Lokal selbst wird „Cucina Transalpina“ serviert – eine Küche zwischen Alpen und Lagune. In Olivenkruste gebratener Lammrücken trifft auf Lachsforelle mit Mangold-Perlgraupenroulade. An den Wänden prangen Gemälde, die aussehen, als wären sie schon immer hier. Doch wer näher hinschaut, sieht lustige Sprüche: Hier hatte jemand vor gar nicht so langer Zeit den Schalk im Nacken. Von Daniel Voglhuber
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