KURIER
Sonne, Meeresrauschen, Bergluft und endlich ein paar Tage ohne Termine: Urlaub beginnt mit schönen Bildern im Kopf. Weniger gern denkt man an den Koffer, der nicht ankommt, an den Sturz auf der Hoteltreppe oder an den Anruf, der die Reise plötzlich platzen lässt. Genau dort zeigt sich aber, wie gut eine Reise wirklich vorbereitet ist. Laut Statistik Austria unternahmen die Österreicherinnen und Österreicher 2025 rund 27 Millionen Urlaubsreisen, mehr als die Hälfte davon ins Ausland. Zugleich sind Flüge, Hotels und Reisepakete teurer geworden, manche Destinationen wirken weniger berechenbar als früher. Wer gut plant, denkt daher nicht nur an Reisepass und Buchungsbestätigung, sondern auch an den Ernstfall. Besonders teuer kann es werden, wenn im Ausland medizinische Hilfe oder ein Rücktransport mit dem Ambulanzjet notwendig wird. Solche Einsätze können Summen erreichen, die an den Preis eines Mittelklassewagens heranreichen, manchmal sogar an eine Eigentumswohnung. „Viele unterschätzen, wie schnell aus einem Traumurlaub ein finanzielles Risiko werden kann. Eine gute Reiseversicherung ist deshalb kein Luxus, sondern Teil einer verantwortungsvollen Reiseplanung“, sagt Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen. Die sechs wichtigsten Fragen und Antworten zeigen, worauf es beim Reiseschutz wirklich ankommt. Der passende Schutz beginnt mit der Frage, was man plant: Den großen Jahresurlaub oder nur einen Citytrip. Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung 1) Warum lohnt sich eine Reiseversicherung überhaupt? Das Unvorhergesehene sucht selten einen günstigen Moment. Ein Treppensturz im Ferienhaus, eine plötzliche Erkrankung am Urlaubsort, ein Koffer, der den Flieger nicht rechtzeitig erreicht hat: Jedes dieser Szenarien kann ohne entsprechende Absicherung empfindliche Kosten verursachen. Am gravierendsten ist nach wie vor das medizinische Risiko im Ausland. Je nach Reiseziel können selbst vergleichsweise einfache Behandlungen schnell vierstellige Beträge ausmachen. Wendler: „Die Kosten für einen Rücktransport mit dem Ambulanzflugzeug liegen mitunter im fünf- bis sechsstelligen Bereich. Wer privat vorgesorgt hat, muss sich darum im Ernstfall nicht kümmern.“ 2) Was genau sollte eine Reiseversicherung abdecken? Das hängt von der Reiseart und dem persönlichen Bedarf ab. Für den klassischen Familienurlaub empfiehlt sich ein Komplettschutz, der Storno, Krankenversicherung inklusive Rückholung, Gepäck und Haftpflicht abdeckt. Wer eine teure Reise plant, sollte zumindest die Stornoversicherung nicht vergessen: Sie springt ein, wenn die Reise aus gesundheitlichen oder familiären Gründen nicht angetreten werden kann. Hinzu kommen Gepäckschutz, Reisehaftpflicht und Hilfe bei Verspätungen. Wendler: „Der passende Schutz beginnt also mit der Frage, was man plant: Den großen Jahresurlaub, einen Citytrip, eine Fernreise oder mehrere Reisen im Jahr.“ 3) Reicht die E-Card nicht aus? Für Reisen innerhalb der EU ist die Europäische Krankenversicherungskarte ein wichtiger erster Schutz. Sie hilft bei medizinischer Akutversorgung in öffentlichen Krankenhäusern und bei Vertragsärzten, ersetzt aber keinen umfassenden Reiseschutz. Denn im Urlaub entscheidet oft die konkrete Situation: Wo ist die nächste geeignete Klinik? Wird privat behandelt? Ist ein Rücktransport nach Österreich notwendig? Genau diese Leistungen sind über die E-Card nicht abgedeckt. Außerhalb Europas greift sie ohnehin nicht. „Die E-Card ist wichtig, aber sie ersetzt keine umfassende Reiseversicherung. Vor allem Rücktransporte, Privatkliniken oder zusätzliche Assistance-Leistungen sind damit nicht abgedeckt“, erklärt Wendler. 4) Wann sollte man den Schutz abschließen? Wendler: „Am besten gleich bei der Buchung. Das gilt besonders für die Stornoversicherung, denn sie muss abgeschlossen sein, bevor ein Stornogrund eintritt.„ Die Wiener Städtische ermöglicht den Online-Abschluss in wenigen Minuten, nach Bestätigung der E-Mail-Adresse ist der Schutz aktiv. Auch über die losleben-App ist das bis kurz vor dem Abflug möglich. Für Vielreisende ist eine Jahresversicherung oft die wirtschaftlichere Lösung. Sie schützt alle Reisen innerhalb der Vertragslaufzeit, wobei pro Reise eine maximale Reisedauer von 42 Tagen beziehungsweise sechs Wochen gilt. Alternativ gibt es kurzfristige Polizzen, die nur für die konkret geplante Reise abgeschlossen werden und danach automatisch enden. 5) Gibt es auch Schutz für die ganze Familie? Die Produkte der Wiener Städtischen sind sowohl für Einzelpersonen als auch für Familien verfügbar, mit entsprechend höheren Deckungssummen. Beim PLUS RISK Reise-Komplettschutz gilt die Stornoversicherung ohne Selbstbehalt für Familien bis 12.000 Euro, der Gepäckschutz bis 4.000 Euro. Die Prämien sind dabei überschaubar kalkuliert. Für eine Europareise mit einem Reisepreis von 2.500 Euro zahlt eine Familie 202 Euro für den Komplettschutz, bei einer Fernreise sind es 282 Euro. Wer ausschließlich den Stornoschutz benötigt, kommt mit 152 Euro aus. 6) Was ist im Schadensfall zu tun? Zunächst: Nicht in Panik verfallen, sondern rasch den Versicherer kontaktieren. Die Wiener Städtische unterstützt im Ernstfall bei der Koordination medizinischer Hilfe bis hin zur Organisation des Rücktransports. Über die losleben-App können Schäden gemeldet, Belege hochgeladen und der gesamte Prozess digital abgewickelt werden. Das spart Zeit und Nerven, gerade dann, wenn man ohnehin unter Stress steht. „Im Schadensfall geht es nicht nur um Geld, sondern auch um rasche Orientierung. Wer im Ausland Hilfe braucht, soll sich darauf verlassen können, dass Unterstützung schnell und unkompliziert organisiert wird“, sagt Wendler.
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