der Freitag
Die NSDAP-Kartei offenbart Abgründe. 1,5 Millionen DDR-Bürger waren Parteimitglieder – doch der Osten schwieg, weil er als nazifrei galt. Kann ein digitales Tool vollenden, was 1989 nicht gelang? Die Grüne Renate Künast hat es getan, der SPDler Karl Lauterbach hat es getan, der Linke Bodo Ramelow auch. Drei Ex-Regierungspolitiker haben die seit Ende Februar digital zugängliche NSDAP-Mitgliederkartei durchforstet und sich Klarheit über die eigene Familiengeschichte verschafft. Danach haben sie öffentlich darüber gesprochen. Ist es Zufall, dass die drei aus dem Westen sind? Man stelle sich vor, die SPD-Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, und der CDU-Spitzenmann Sven Schulze aus Sachsen-Anhalt, die beide gegen hohe AfD-Zahlen im September ihre Landtagswahlen gewinnen wollen, würden sich hinsetzen und einen Gastbeitrag aufsetzen. Der würde in den Regionalblättern im Osten erscheinen. Auf den Titelseiten ihre Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
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