KURIER
Die Demokratische Republik Kongo verzeichnet nach eigenen Angaben einen starken Anstieg der bestätigten Ebola-Fälle auf fast 600 . Die Zahl der Infektionen mit dem Bundibugyo-Stamm des Virus sei auf 598 gestiegen, teilte die Regierung am Dienstag mit. 115 Menschen seien an der Krankheit gestorben, 22 Patienten hätten sich erholt. Der Ausbruch war am 15. Mai bekanntgegeben worden, blieb den Behörden zufolge jedoch wochenlang unentdeckt. Die Epidemie wütet in drei von bewaffneten Konflikten geprägten Provinzen: Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu. In Ituri seien 17 Gesundheitszonen betroffen, in Nord-Kivu sieben und in Süd-Kivu eine. Die Regierung rief die Bevölkerung auf, bei Symptomen wie Fieber, Erbrechen, Durchfall oder starker Schwäche umgehend das nächste Gesundheitszentrum aufzusuchen. Misstrauen gegenüber Gesundheitspersonal und Angriffe auf Bestattungsteams und Behandlungszentren erschwerten die Bekämpfung. Die Demokratische Republik Kongo gilt als eines der rohstoffreichsten Länder der Welt, leidet jedoch unter extremer Armut und schwacher Infrastruktur. Das zentralafrikanische Land hat bereits mehrere verheerende Ebola-Ausbrüche erlebt, darunter die zweitschwerste Epidemie weltweit von 2018 bis 2020 mit mehr als 2.200 Toten.
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