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Leser:innenbriefe

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Grundrecht auf ­Gastfreundschaft «In gemeinsamer Sache: Von Trin-Digg über Dübendorf bis Basel», WOZ Nr. 23/26 Kant hat 1795 zur Kritik des verheerenden und ausbeuterischen Kolonialismus ein Weltbürgerrecht der Hospitalität postuliert, das Grundrecht, sich versuchsweise als Gastnehmer anzubieten, ohne kriegerische Gewalt und wirtschaftliche Hinterlist anzuwenden. Dem entspricht logischerweise das Grundrecht der Gastgeberfreundschaft. Zeit, die Gastfreundschaft in den Menschenrechtskatalog aufzunehmen. P.S.: Seit 1185 ist die frohe Botschaft der Gastfreundschaft an der Galluspforte des Basler Münsters in Stein gemeisselt. Louis Kuhn, per E-Mail Long Covid «Long Covid und ME/CFS: Heilung in drei Tagen?», WOZ Nr. 21/26 Leider ist der Artikel zu den neuen neuroplastischen Behandlungsansätzen («Pain Reprocessing Therapy», PRT) bei Long Covid und ME/CFS sehr einseitig recherchiert und reisserisch getitelt. Niemand mit seriösem Hintergrund verspricht mit diesem Behandlungsansatz eine Heilung in drei Tagen; und ein Programm, das «von 940 US-Dollar aufwärts» kostet, kenne ich in diesem Bereich selber nicht. Es gibt jedenfalls sehr viel günstigere wie die Freeme-App, von einem selbst von ME/CFS Genesenen kreiert, für 99 Euro im Jahr mit Geld-zurück-Garantie, wenn man nicht zufrieden ist damit. Leider sind auch die entsprechenden ME/CFS-Vereine der PRT gegenüber sehr negativ eingestellt, obwohl es inzwischen so viele überzeugende Berichte von Genesenen gibt. So zum Beispiel auch von der Schweizer Profiradrennfahrerin Marlen Reusser (selbst Medizinerin), die nach ihrer Genesung mit dieser Methode Weltmeisterin wurde. Es geistert immer noch die grosse (und verständliche) Angst herum, in die psychosomatische Ecke abgeschoben zu werden – dabei geht es gerade nicht darum, sondern um moderne, wissenschaftlich solide Hirnforschung, also etwas «richtig Körperliches»! Dr. med. Alexander Erlach, Winterthur Neue WOZ Mit Zeitungslayouts verhält es sich ein wenig wie mit Architektur. Selbst architekturinteressierte Menschen können in der Regel nicht sagen, wie das Haus aussah, das dort stand, wo heute eine Baulücke klafft. Ähnlich geht es mir mit dem neuen Auftritt der WOZ. Einige Wochen nach der Lancierung kann ich kaum mehr sagen, wie die Zeitung vorher ausgesehen hat. An das neue Layout werde ich mich wohl bald gewöhnt haben. Auch wenn ich noch heute jede neue WOZ zuerst umdrehe, um dann feststellen zu müssen, dass es die Rubrik «WOZ News» nicht mehr gibt. Woran ich mich jedoch nicht gewöhnen werde, ist, dass mit ihm auch Inhalte verschwunden sind, die für sich allein ein Abo rechtfertigten. Sollte Ruedi Widmer tatsächlich zurückkehren, wie in der WOZ vom 30. April in Aussicht gestellt, würde mich das freuen. Die Lücke, die Stefan Gärtner hinterlassen hat, bliebe damit aber bestehen. Andreas Huber, Zürich

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