KURIER
Ab dem 22. September ist es wieder so weit: Die WorldSkills stehen an – und schon jetzt ist von den größten Berufsweltmeisterschaften der Geschichte die Rede. China ist Gastgeber der WorldSkills und lädt nach Shanghai – auf eine halbe Million Quadratmeter Wettbewerbsfläche. 48 junge Fachkräfte aus Österreich werden in 42 Berufen ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Team Austria i st damit das größte Team Europas und weltweit an siebenter Stelle. Über den aktuellen Stand berichtet Jürgen Kraft , Geschäftsführer von SkillsAustria . KURIER: 48 junge Fachkräfte aus Österreich treten in Shanghai gegen mehr als 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt an. Sind sie bereit? Jürgen Kraft: Bis August läuft noch das fachliche Training. Beinahe jedes heimische Team beziehungsweise jeder Beruf war bereits bei einem internationalen Training dabei – quer durch die Welt, etwa in Australien, Deutschland oder der Schweiz. Organisatorisch ist vieles schon erledigt: Die Flüge sind gebucht, das Interesse ist riesig. Wir haben aktuell eine Teamgröße von 125 Personen. Zusätzlich reisen noch rund 250 Personen mit – darunter Eltern, Familienangehörige und Unternehmen. Für uns ist das sehr positiv: Man sieht, dass dieser Rückhalt da ist, das Thema immer stärker ankommt und etwas weitergeht. Bei den vergangenen WorldSkills 2024 in Lyon räumte China ab – wie stehen Österreichs Chancen dieses Jahr? Die Chancen sind wie immer gut. Wir werden wieder mit der praktischen Erfahrung durch die duale Ausbildung unseren Vorteil ausspielen. Aktuell ändert sich auch etwas bei den Aufgabenstellungen der WorldSkills. Man setzt verstärkt auf Blind Project. Bedeutet: Man weiß vorher nicht, in welche Richtung es gehen wird. Es kann nun zwischendurch zu Änderungen durch Kundenwünsche kommen. Zwar noch nicht in allen Berufen, aber es ist ein Anfang. Genau da liegt unsere Stärke. Warum braucht es diese Anpassung? Weil man gemerkt hat, dass wir den Praxisbezug im Vordergrund haben wollen und nicht nur die Trainingsdominanz. Es geht nicht nur ums Auswendiglernen, man muss auch damit umgehen können, wenn sich die Umstände und Aufträge spontan ändern. Vor Kurzem hat das zweite Teamseminar stattgefunden – wie ist die Stimmung? Da geht es stark um Teambuilding sowie um die mentale und körperliche Vorbereitung. Es waren auch wieder Spitzensportler vor Ort, die ihre Erfahrungen weitergegeben haben. Diesmal waren es Skispringer Michael Hayböck und Beachvolleyballer Nik Berger. Für uns ist es notwendig, dass sich das Team auch vor Ort als Team fühlt. Das gibt Motivation und Sicherheit, um stabile Leistungen abzuliefern. Sie sollen es aber auch genießen. Diese Chance kommt nicht so schnell wieder.
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