KURIER
Wer bei der U3-Endstation Simmering aussteigt, wird künftig deutlich mehr Grün vorfinden. Noch vor Beginn des Sommers hat die Stadt die beiden Vorplätze der Station umfassend umgestaltet. Rund um den Froschkönigbrunnen sorgen künftig neue Grünflächen, zusätzliche Bäume und eine helle Pflasterung für mehr Schatten, Abkühlung und Aufenthaltsqualität. Besonders stark verändert hat sich der Bereich beim Froschkönigbrunnen. Der Platz mit seinem Schanigarten hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Treffpunkt im Grätzl entwickelt. Um ihn fit für die heißen Sommer zu machen, wurden große versiegelte Flächen aufgebrochen und durch neue Grüninseln ersetzt. Zu den bereits bestehenden 19 Bäumen kamen drei weitere Bäume sowie fünf Hochstammsträucher hinzu. Mehrere bislang getrennte Baumscheiben – die nicht gepflasterte Fläche um den Baum – wurden miteinander verbunden, sodass großzügige Grünflächen entstanden. Insgesamt wurden 17 Grünbeete mit einer Fläche von mehr als 450 Quadratmetern neu geschaffen oder erweitert. Kühler und barrierefrei Auch die neue Pflasterung soll einen Unterschied machen. Sie ist heller als der bisherige Belag und heizt sich weniger stark auf. Gleichzeitig entstand eine durchgehend barrierefreie Fläche, die von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Eltern mit Kinderwägen oder älteren Personen leichter genutzt werden kann. Ein neuer Trinkbrunnen sorgt zusätzlich für Erfrischung während der Sommermonate. Lebensraum für Insekten Aufgewertet wurde auch der Vorplatz beim zweiten Ausgang der U3-Station. Dort wurden die Baumscheiben deutlich vergrößert und mit Stauden bepflanzt. Die neuen Pflanzen schaffen nicht nur zusätzliche Kühlung, sondern bieten auch Lebensraum für Insekten und fördern die Biodiversität im dicht bebauten Stadtgebiet. Neue Sitzgelegenheiten werden in den kommenden Wochen auf beiden Plätzen ergänzt und sollen zusätzliche konsumfreie Aufenthaltsräume schaffen. Die Umgestaltung geht auf einen Vorschlag aus dem Wiener Klimateam zurück. Dabei bringen Bewohnerinnen und Bewohner Ideen für mehr Klimaschutz und Lebensqualität in ihrem Bezirk ein, die gemeinsam mit Fachleuten der Stadt weiterentwickelt werden. Über die Umsetzung entscheidet schließlich eine Bürgerjury. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky betont: „Gemeinsam mit den Simmeringerinnen und Simmeringern machen wir den Bezirk Stück für Stück grüner, klimafitter und lebenswerter.“ Simmering gehöre zu den Vorreitern des Wiener Klimateams. In den vergangenen Jahren seien bereits zahlreiche Projekte entstanden – vom familienfreundlichen Naturlehrpfad über den Naturpark Sonnenland bis hin zu den nun neugestalteten Bereichen rund um die U3-Station. Auch Planungsstadträtin Ulli Sima verweist auf die laufende Begrünungsoffensive im Bezirk. Unter dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ wurden in den vergangenen Jahren bereits der Enkplatz sowie Teile der Simmeringer Hauptstraße umgestaltet.
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