KURIER
Mit den ersten warmen Tagen zieht es die Menschen wieder nach draußen: Sonne steht für Lebensgefühl, Freiheit und Sommer. Gleichzeitig beginnt damit aber auch jene Zeit des Jahres, in der die UV-Strahlung besonders intensiv ist und das Risiko für Hautschäden deutlich steigt. Darauf machen die Österreichische Krebshilfe und die Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie im Rahmen ihrer Initiative „Sonne ohne Reue“ seit nun mehr 38 Jahren aufmerksam. Vorsorge = Handlungsspielraum Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Österreich. Jährlich erkranken hierzulande rund 2.000 Menschen daran, 419 Menschen starben 2024 an den Folgen der Erkrankung. Die medizinische Botschaft ist seit Jahren gleichgeblieben: Wird ein Melanom früh erkannt, ist es in den meisten Fällen gut heilbar. Genau darin liegt auch der zentrale Gedanke der „Sonne ohne Reue“-Aktion: Vorsorge bedeutet nicht Verzicht, sondern Handlungsspielraum. Denn Hautkrebs ist die einzige Krebserkrankung, die sichtbar ist. Man muss nur hinsehen und auf Veränderungen an Muttermalen oder Hautstellen bewusst achten. „Die regelmäßige Selbstbeobachtung der Haut spielt eine entscheidende Rolle bei der Früherkennung,“ so Univ.-Prof. Dr. Erika Richtig, Dermatologin und Krebshilfe Vorstandsmitglied. „Wichtig ist, Veränderungen bei Muttermalen – etwa in Form, Farbe, Größe oder Begrenzung – zu beobachten und ärztlich abklären zu lassen.“ UV-Strahlung wird unterschätzt Viele Menschen verbinden intensive UV-Strahlung noch immer mit dem Sommerurlaub am Meer oder langen Tagen am Strand. Tatsächlich erreicht UV-Strahlung aber auch in Österreich bereits im Frühling hohe Werte, oft früher und intensiver, als vielen bewusst ist. Expert:innen beobachten zudem, dass klimatische Veränderungen und längere Schönwetterphasen die UV-Belastung erhöhen können. Besonders in höheren Lagen, etwa beim Wandern oder Skifahren, ist die Strahlung intensiv. Gleichzeitig wird UV-Strahlung oft unterschätzt: Auch an bewölkten Tagen kann sie die Haut schädigen. „Auch die leichteste Bräunung ist eine Reaktion der Haut auf Zellschädigung, nicht erst der Sonnenbrand,“ erklärt Erika Richtig. Die Österreichische Krebshilfe empfiehlt deshalb, Sonnenschutz nicht nur an heißen Sommertagen, sondern UV-Strahlung grundsätzlich ernst zu nehmen – auch im Alltag und bereits in den ersten sonnigen Tagen des Jahres. Den eigenen Hauttyp kennen Die Wahl des richtigen Sonnenschutzes entscheidet der individuelle Haut-Typ. Denn nicht jede Haut reagiert gleich auf UV-Strahlung. „Mit unserem kostenlosen Online-Hauttypen-Test unter sonneohnereue.at können Nutzer:innen in wenigen Minuten ihren persönlichen Hauttyp bestimmen,“ informiert Krebshilfe Geschäftsführerin und „Sonne ohne Reue“-Projektleiterin Mag. Martina Löwe. Der interaktive Test liefert individuelle Empfehlungen zu geeignetem Lichtschutzfaktor, Eigenschutzzeit der Haut, Verhalten in der Sonne sowie passenden Schutzmaßnahmen im Alltag. „Die persönliche Auswertung erhalten Nutzer:innen auch als Download-PDF, sodass der richtige Sonnenschutz nicht vergessen werden kann. Mit der Möglichkeit der Erstellung eines persönlichen Avatars schaffen wir darüber hinaus ein spielerisches Element, um das Thema Sonnenschutz möglichst alltagstauglich und verständlich zu kommunizieren.“ Die Österreichische Krebshilfe bedankt sich bei den Partnern der Sonne ohne Reue-Aktion 2026: Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie, Österreichische Apothekerkammer, La Roche Posay und HOFER.
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