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Er war noch nicht flügge und ganz schwach, als ihn Spaziergänger in Marchegg im Weinviertel auffanden. Die Rede ist von Waldkauzbaby "Pico", wie ihn Mitarbeitende der Eulen- und Greifvogelstation (EGS) Haringsee mittlerweile nennen. Besserung in Sicht Vor wenigen Tagen litt "Pico" noch an Unterversorgung, bis ihn Spaziergänger nach Haringsee brachten. Nun lernt der flauschige Greifvogel bereits das Fliegen und erholt sich erfreulicherweise rasch, wie es von dem Team heißt. "E r kann bereits die Sitzstangen in der Voliere fliegend erreichen“, berichtet Hans Frey , Leiter der EGS, stolz. Jungvögel, die sich bereits außerhalb des Nests bewegen, werden von Expertinnen und Experten auch „Ästlinge“ genannt. Im Normalfall müssen verwaiste Tiere nicht gerettet werden, da sie von ihren Eltern weiter versorgt werden. Bei Pico war dies nicht der Fall. Zur besseren Einschätzung der Situation empfiehlt Frey, vor einer Bergung unbedingt mit einer Wildtierstation wie der EGS Rücksprache zu halten, um ein Jungtier nicht unnötig aus seinem Familienverband zu reißen. Der Weg in die Freiheit Im Jahr 2025 konnten in der Eulen-und Greifvogelstation Haringsee knapp 2.000 Tieren geholfen werden. Oft ziehen Ammeneltern der gleichen Art die jungen Eulen und Greifvögel groß, bis sie in den meisten Fällen wieder ausgewildert werden. Auch bei "Pico" hoffen die Tierretterinnen und Tierretter, ihn bald wieder in die Wildnis entlassen zu können. Bis dahin wird er in der EGS Haringsee aber noch ordentlich aufgepäppelt.
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