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ÖFB-Team: Wie ein Mann bei der WM alle einkocht und zum Freund wurde | Collector
ÖFB-Team: Wie ein Mann bei der WM alle einkocht und zum Freund wurde

ÖFB-Team: Wie ein Mann bei der WM alle einkocht und zum Freund wurde

Er ist eine ganz wichtige Zutat für das Team. Der Koch, der abseits des Platzes für die Schmankerl und auch die gute Stimmung sorgt. Die Küche des Ritz Carlton Bacara in Santa Barbara ist seit knapp einer Woche das Reich des Fritz Grampelhuber . Gemeinsam mit dem Küchenchef des Hotels und dessen Team sorgt er für das leibliche Wohlbefinden der Teamkicker. Gleich am zweiten Abend servierte man mit Topfenpalatschinken heimische Kost. „Das Zusammenspiel mit dem Hotel funktioniert perfekt, wir lernen voneinander“, freut sich der Koch, der schon Monate vor WM-Beginn gemeinsam mit seinem Bruder Tamino eine Inspektionsreise nach Kalifornien getätigt hat. Einerseits wollte man nichts dem Zufall überlassen, andererseits rückte ServusTV die Grampelhubers mit einem Film ins Bild. Denn seit fast einem Jahrzehnt ist der Zwei-Hauben-Koch die kulinarische Stütze des österreichischen Fußballnationalteams. Zwischen der Lehrgangsküche und seinem traditionsreichen Familienwirtshaus Steegwirt am idyllischen Hallstättersee sorgt er dafür, dass überall der Geschmack Österreichs auf die Teller der Nationalspieler kommt – siehe Topfenpalatschinken. Es gibt zumeist Gesundes, aber auch Gschmackiges wie seine mittlerweile berühmte Gamskäsekrainer . Holpriger Start Der Beginn des Doppelpasses gestaltete sich aber holprig. Denn der Koch staunte nicht schlecht, als manche Teamspieler seine Gerichte – ohne sie gekostet zu haben – mit Salz versahen. Für den Mann vom Hallstättersee ein frevelhaftes Verhalten. „Wenn ihr vor einem Picasso steht, nehmt ihr auch nicht den Pinsel in die Hand und malt drüber“, soll er gesagt haben. Heute vertrauen die Kicker ihrem Koch blind, fragen ihn immer wieder nach neuen Rezepten oder bitten um sein Feedback, wenn sie selbst das Handwerk am Herd ausüben. „Der Fritz ist einer meiner besten Freunde. Wir telefonieren drei- bis viermal die Woche – unabhängig vom Kochen. Zusätzlich noch fast jeden Abend, um zu besprechen, was ich kochen kann“, sagt Michael Gregoritsch . „Es wird irgendwann den Tag geben, an dem ich sein Lehrling sein werde.“ Hobby-Köche Mehr als ein Lehrling ist mittlerweile Xaver Schlager , der in St. Valentin sogar ein Wirtshaus eröffnet hat. Gemeinsam mit Grampelhuber stand der Mittelfeldspieler nicht erst einmal in der Küche und hackte Zwiebel, schälte Süßkartoffel und bereitete am Ende feine Gerichte zu. Mit dem anderen Schlager, Tormann Alexander , verbindet Grampelhuber ebenso eine Freundschaft und eine Passion. Gemeinsam gehen sie regelmäßig fischen. „Dass er exzellent kochen kann, steht außer Frage. Aber er hat darüber hinaus die Gabe, Menschen miteinander zu verbinden, was ihn zu einem wichtigen Faktor im Team macht“, so der Salzburger in Grampelhubers neuem Buch. Beim Kochen mit Marko Arnautovic und dessen Mama konnte auch Fritz noch lernen – nämlich spezielle Fleischlaberl von der Marko-Mama. In der Küche lernt man die Menschen offenbar so richtig kennen. „Marko kommt nach außen hin immer wieder als Enfant terrible rüber, er hat jedoch den mit Abstand weichsten Kern. “ Meinung revidiert Die Grampelhubers haben bei ihrem Trip in die USA vor allem das Teamquartier in Santa Barbara inspiziert und ihre Wünsche deponiert. „Im Basecamp finden wir alles so vor, wie wir es brauchen.“ Vielmehr sind die Quartiere in den Spielorten San Francisco, Dallas und Kansas die Herausforderung, da das Team dort nur kurz verweilt und maximal zwei Nächte bleibt. Vor allem Mehl, Topfen und Gewürze nahm man aus der Heimat mit, damit man auf den Geschmack der österreichischen Küche kommt. „Diese Dinge gibt es in den USA nicht in der gewohnten Form, wie wir sie brauchen“, so Grampelhuber, der seine Meinung über die US-Kulinarik mittlerweile völlig revidiert hat. „Ich war ehrlich gesagt sehr positiv überrascht. Im Prinzip bekommt man hier alles. Der Trip im April hat sich somit voll ausgezahlt.“ Vor allem der Besuch einer Ranch mit Angus-Rindern rund 30 Minuten von Santa Barbara entfernt. „Irgendwann werden wir mit den Spielern zur Abwechslung auch ein Barbecue machen. Dieser Platz bietet sich dafür perfekt an. Die Eindrücke, die wir hier gewonnen haben, waren großartig.“

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