der Freitag
Wenn Michael Kohlhaas eine Frau wäre, würde sie stinken? Das fragt sich die Schriftstellerin Heike Geißler in ihrem neuen Roman Michaela Kohlhaas. Unser Kritiker findet: Das ist ein fader Prosakuchen Als Nachbar möchte man ihn nicht haben. Und doch bräuchte es in diesen Tagen ein wenig seiner Beharrlichkeit und Unerschrockenheit. Ja, so ein Michael Kohlhaas, wie ihn Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle von 1810 entwarf, könnte gewiss einer Politik die Stirn bieten, die seit Langem die weiter auseinanderklaffende Schere zwischen arm und reich ignoriert. Denn letztlich ging es diesem „rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit“ ursprünglich einmal um Gerechtigkeit. Nachdem der Rosshändler um seine Pferde betrogen wird, trommelt er ein ganzes Heer zusammen, um damit gegen den Junker von Tronka zu Felde zu ziehen. Ein klarer Fall von Überkompensation, wenn auch zumindest anfangs aus berechtigten Motiven heraus Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
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