der Freitag
Der Staat führt eine Abgabe ein, um die Volksernährung zu lenken – und nicht einmal Markus Söder schimpft über„Verbotskultur“: über den klassenkulturellen Charakter der Zuckersteuer und den Verlust der Fähigkeit des Kochens. Kabarettist Florian Schröder hat die geplante Zuckersteuer kürzlich treffend kommentiert. Der „links-grüne Stammwähler aus dem Prenzlauer Berg“, so Schröders Pointe, könne sich endlich einmal mit einer ansonsten notorisch zerstrittenen Bundesregierung auf ein Projekt einigen: die Limo-Steuer. Ab 2028 sollen Hersteller verpflichtet werden, den Zuckergehalt in Softdrinks deutlich zu senken oder höhere Abgaben zu zahlen. Anders als beim Veggie-Day spricht nicht einmal Markus Söder von Verbotskultur. Warum? Unter anderem, weil sich der moralische Zeigefinger diesmal bequem nach unten richten lässt. Porridge und Avocado für die da unten! Im Zentrum steht dabei eine stille Verachtung: die Vorstellung, ungesundes Übergewicht sei vor Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
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