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von Ingrid Greisenegger Die Gartenbar von Andreas Gugumuck in Wien-Favoriten ist ein Genuss- und Lernort zugleich. Auch andere kleine Gärtnerei- und Landwirtschaftsbetriebe setzen auf die Direktvermarktung ihrer Produkte, nur selten aber mit eigener Gastronomie: „From Farm to Tabel“ oder „Vom Feld auf den Tisch“. Serviert wird gleich neben den Beeten, mitten im Garten, das, was man dort zuvor angebaut und geerntet hat. „Erde und Küche kommen hier zusammen“, sagt Gugumuck. Was der Garten hergibt Nicht jeder Tag schmeckt gleich, das ist gewollt. Denn die Küche reagiert auf das, was der Garten gerade hergibt. Das entspricht einem zukunftsfähigen klimapolitischen Konzept, das auf saisonale, standortgerecht angebaute Lebensmittel setzt statt auf herbeitransportierte. Der Gugumuckhof zählt zu den „Top 50 Farmers“, einem europaweiten Netzwerk innovativer Betriebe mit regenerativer Landwirtschaft. Das heißt, dass der Boden nicht nur geschont, sondern laufend verbessert statt ausgelaugt wird. Das alles sind Kriterien der „Marktgärtnerei-Methode“, die aus den USA kommend, auch bei uns zunehmend Fuß fasst. Nur dass kein anderer dieser Betriebe zusätzlich noch mit einer Schnecken-Gastronomie aufwarten kann. Die Schneckenzucht hat nicht nur in Wien generell, sondern speziell auf dem vererbten Hof Tradition. „Wir zeigen“, sagt Andreas Gugumuck, „wie eine essbare Stadt funktionieren kann, wenn Produktion und Verarbeitung wieder Teil des urbanen Alltags werden.“
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