Kia PV5: Der Transporter ist ein Raumwunder für alle und alles
KURIER

Kia PV5: Der Transporter ist ein Raumwunder für alle und alles

Der Hang zum großen Auto hat meist einen triftigen Grund: Familie mit vielen Kindern, vielen Hunden, ein Hobby mit großen (Sport-) Geräten oder das häufige Transportieren von Zeugs. Der neue Kia PV5 , ein Elektrobus, soll genau diese Anforderungen abdecken: Er ist ein Alleskönner für alle, die regelmäßig einladen wollen. Mit 4,7 Meter Länge, 1,9 Meter Breite und 1,9 Meter Höhe (Achtung, Garagen!) sind die Außenmaße nicht übergroß, das Innenvolumen jedoch ist imposant: 1.330 Liter fasst der Kofferraum, wenn man ihn bis zur Sitzoberkante der zweiten Reihe füllt. Bei umgeklappten Sitzen erhöht sich das Volumen auf satte 3.615 Liter. Da geht was rein – und ja, so viel Innenraum lässt andere Transporter vor Neid erblassen. Zumal der Kofferraum des PV5 auch nicht durch seitliche Ausbuchtungen reduziert wird, wie bei anderen Modellen dieser Fahrzeugkategorie. Damit ist Kia viel gelungen. Mit dem PV5 will man das Transportersegment erobern, etwas, das auch in der Vergangenheit schon öfter gelungen ist. Der Kia PV5 Passenger ist „Fleet Car of the Year 2026“ – die Auszeichnung konnte Kia nun zum zwölften Mal in 18 Jahren erobern. Transporter-Flair Aber Raum ist nicht alles. Auch Fahren soll sich so ein Raumwunder gut. Das tut er im Großen und Ganzen, mit ein paar Abschlägen im Vergleich zur Konkurrenz, wie dem ID.Buzz oder der Mercedes V-Klasse. Kia hat einen Transporter gebaut, keinen noblen Van. Das Fahrzeug ist, trotz Elektroantriebs, relativ laut. Da sind Windgeräusche und laute Türen, da ist Blech und Plastik. Als Fahrerin thront man hoch am Sitz, hat guten Überblick, spürt aber auch die Straße unter sich. Die Federung ist eher hart, es holpert auf unebenen Straßen. Das schafft Transporter-Feeling, passt aber zum Gesamtkonzept. Auch die Sitze sind übrigens so konzipiert: ohne viel Schnickschnack, mit kurzer Sitzbank und wenig Seitenstütze – für schnelles Ein- und Aussteigen (braucht der Paketbote). Seitlich sind die Schiebetüren praktisch, es gibt sie manuell und elektrisch, weil sie eine breite Einstiegsöffnung bieten. Wir fuhren das Modell Earth+ mit 120 kW (163 PS) und 71-KWh-Akku. Diese Motorisierung lässt den Zweitonner gemächlich beschleunigen, auch auf schnellen Straßen kann er gut mithalten. Der Stromverbrauch liegt laut WLTP bei etwas mehr als 19 kWh auf 100 km (und damit 412 Kilometer Reichweite), das ist naturgemäß bei niedrigen Temperaturen und im Testbetrieb mehr – wir verbrauchten rund 23 kWh. Der PV5 verwendet die 400-Volt-Technik, was eine DC-Ladeleistung von 150 kW ermöglicht. Der Innenraum bietet viele Ablagefächer und Rundumblick durch die Vollverglasung. Das Cockpit ist einfach, die Bedienung intuitiv. Als Passenger-Modell startet der PV5 ab 38.190 Euro , das Cargo-Modell ohne USt. ab 32.992 Euro. Es stehen zwei Akku-Varianten zur Verfügung: 51 kWh oder (wie unser Testwagen) 71 kWh.

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