Streaming | Seymour-Hersh-Doku „Cover-Up“ von Laura Poitras: Mächtige zur Rechenschaft ziehen

Streaming | Seymour-Hersh-Doku „Cover-Up“ von Laura Poitras: Mächtige zur Rechenschaft ziehen

Laura Poitras porträtiert in „Cover-Up“ Seymour Hersh, den Giganten des investigativen Journalismus. Seine Entdeckungen von My Lai bis Abu Ghuraib zeigen, wie wichtig unabhängiger Journalismus ist – und wie dringend notwendig gerade heute „Einen wie ihn gibt’s heute nicht mehr!“ Dieser Gedanke bildet naturgemäß das Leitmotiv, wenn es um ein Urgestein des Journalismus wie den bald 89-jährigen Seymour Hersh geht. Aber der Satz hallt nach dem Anschauen von Cover-Up auf besondere Weise nach. Die Skandale, die Hersh im Laufe seiner über 50 Jahre währenden Karriere enthüllt hat, mögen zum großen Teil lang zurückliegen – My Lai deckte er 1969 auf, und selbst Abu Ghuraib ist schon über 20 Jahre her –, aber sie wirken in diesen Wochen aktueller denn je. Sei es die Einmischung in souveräne Staaten Südamerikas oder das Erschießen von unschuldigen Zivilisten unter dem Vorwand projizierter Bedrohung – heute wie damals braucht es einen wie Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .

Im Gespräch | „Legacy“-Konzept der Kulturhauptstadt Chemnitz: „Kunst macht selbstwirksam“

Im Gespräch | „Legacy“-Konzept der Kulturhauptstadt Chemnitz: „Kunst macht selbstwirksam“

Was wird in Chemnitz vom Glanz der Kulturhauptstadt bleiben? Um was gilt es jetzt zu kämpfen? In Chemnitz ist das Kulturhauptstadtjahr beendet, und gerade hat der Stadtrat ein Rahmenkonzept zum Erbe des Projekts beschlossen: Die „Legacy“ soll festlegen, wie erfolgreiche Formate weitergeführt werden können. Vor der Bewerbung standen die rassistischen Ausschreitungen vom Sommer 2018, noch zum Auftakt des Kulturhauptstadtjahrs im Januar 2025 sind Rechtsextreme aufmarschiert, unter Protesten aus der Zivilgesellschaft. Was von dem Riesenprojekt bleibt, resümiert Nora Krzywinski, die „Offener Prozess“ leitet, ein Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex, das seit Mai in Chemnitz besteht. Es bietet neben Vermittlungsangeboten einen Forschungsbereich und war Teil des Programms zur Kulturhauptstadt, wird in diesem Jahr aber weiter bestehen. Krzywinski spri Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .

Report | Hitler-Grüße und Holocaustwitze auf dem Schulhof: Wenn die coolen Kids rechtsextrem sind

Report | Hitler-Grüße und Holocaustwitze auf dem Schulhof: Wenn die coolen Kids rechtsextrem sind

Der Zeitgeist unter Jugendlichen ist rechts. In Spremberg oder Cottbus zeigt sich das im Klassenzimmer, auf dem Pausenhof, im Jugendclub. Was bräuchte es, um diese Entwicklung zu stoppen? Eltern, SchülerInnen, Sozialarbeiter erzählen Draußen regnet es, als die Bürgermeisterin von Spremberg in ihrem Büro empfängt, mit Blick auf den leeren Marktplatz. Zwei Monate sind vergangen, seit Christine Herntier mit einem Brandbrief an die Öffentlichkeit ging und damit die kleine Stadt in der Lausitz in den bundesweiten Fokus rückte. Es ging um rechte Jugendliche und Rechtsextreme, die junge Menschen ködern – manchmal direkt auf dem Marktplatz, wenn sich junge Männer mit Seitenscheiteln und Bomberjacken abends zum Abhängen treffen. „Es gab keinen einzelnen besonders schlimmen Vorfall“, erzählt Herntier, „aber es hatte eine Grenze erreicht, als ich gelesen habe, dass der III. Weg stolz darauf ist, Kinder und Jugendliche zu bekehren.“ Tatsächlich ist Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .