NSU-Terror und Techno-Rausch: Henrike Naumanns künstlerische Anfänge in Zwickau

NSU-Terror und Techno-Rausch: Henrike Naumanns künstlerische Anfänge in Zwickau

Die erste Einzelausstellung „Generation Loss“ hatte Henrike Naumann 2012 in ihrer Heimatstadt Zwickau. Klaus Fischer vom Kunstverein Freunde aktueller Kunst erinnert sich, wie sich ihre Größe damals schon abzeichnete Der künstlerische Weg von Henrike Naumann begann in ihrer sächsischen Heimatstadt Zwickau, der sie stets verbunden blieb. 2013 konnten wir bei uns im Kunstverein ihre allererste Einzelausstellung ausrichten. Es ist selten, auf einen so freundlichen, warmherzigen, humorvollen, nachdenklichen, klugen und mitreißenden jungen Menschen zu treffen, der schon früh den komplexen und unvergleichlichen künstlerischen Prozess erkennen ließ, der sie innerhalb von 13, 14 Jahren an die Spitze der zeitgenössischen Kunst- und Kulturlandschaft führen sollte. „Besser geht’s nicht“, schrieb sie mir im vergangenen Jahr. Sie meinte natürlich die Einladung, auf der Biennale in Venedig den Deutschen Pavillon zu gestalten. Nun ist es auch für mich Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .

Frischzellenkur | Als hätte jemand den Stöpsel gezogen: Warum der Ostsee das Wasser fehlt

Frischzellenkur | Als hätte jemand den Stöpsel gezogen: Warum der Ostsee das Wasser fehlt

Eine seltene Wetterlage ließ Pegelstände vor allem im Baltikum und dem finnischen Meerbusen historisch tief sinken. Warum das eine gute Nachricht ist Die Ostsee ist derzeit so leer wie seit 140 Jahren nicht mehr. Am schwedischen Pegel Landsort-Norra – der liegt vor den Toren Stockholms – fehlten Anfang Februar 67 Zentimeter Wasser . Verglichen mit dem Normalzustand gibt es in der gesamten Ostsee derzeit 390 Milliarden Kubikmeter Nass weniger. Um eine Vorstellung von dieser gewaltigen Menge zu bekommen: Sie entspricht einer Strecke von Berlin nach Nürnberg, 100 Meter breit und zehn Kilometer hoch mit Wasser gefüllt. „Ursache sind starke Ostwinde“, erklärt Matthias Premke-Kraus vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW). Eine lang anhaltende Ostwindlage habe das Oberflächenwasser in die Nordsee gedrückt, so den historischen Tiefstand verursacht . Der Pegel ist vor allem Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .

Wenn KI entscheidet: Waffen-Experte warnt vor autonomen Kamikazedrohnen bei der Bundeswehr

Wenn KI entscheidet: Waffen-Experte warnt vor autonomen Kamikazedrohnen bei der Bundeswehr

540 Millionen Euro für Kamikazedrohnen zweier Rüstungs-Start-ups, Peter Thiel als Investor: Der Forscher Jens Hälterlein erklärt, was das für die Zukunft der Bundeswehr heißt – und ob bald KI-Systeme statt Menschen über Angriffe entscheiden Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat gerade Plänen des Bundesverteidigungsministers zum Kauf von „Loitering Munition“,also sogenannten Kamikazedrohnen, in Teilen zugestimmt: Boris Pistorius (SPD) kann bei den beiden deutschen Drohnen-Start-ups Helsing und Stark für zunächst jeweils knapp 270 Millionen Euro entsprechende Waffensysteme bestellen. Das Gesamtvolumen der geplanten Rahmenverträge mit den beiden Konkurrenten wird zwei Milliarden Euro betragen. Der Technik- und Wissenschaftsforscher Jens Hälterlein beschäftigt sich an der Universität Paderborn im Rahmen des Projekts „Meaningful Human Control“ mit „Drohnenschwärmen“. Er warnt vor überzogenen Versprechen, einer Erosion politischer Kontrolle – Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .

Buch | Philosophie im Suppentopf: Jens Sparschuhs Roman „Der Waldmeister“

Buch | Philosophie im Suppentopf: Jens Sparschuhs Roman „Der Waldmeister“

Mit sächsischer Hausmannskost und viel Ironie würzt Jens Sparschuh seinen neuen Roman „Der Waldmeister“ über einen ehemaligen Gastrokritiker, der in der DDR zum Koch augebildet wurde. Das hat großen Unterhaltungswert Wer schon zwei seiner Bücher gelesen hat, erkennt einen Roman von Jens Sparschuh mühelos. Man glaubt einen unverfänglichen Plauderton zu hören und hat sich doch mir nichts, dir nichts in einem Netz aus Ironie und Hintersinn verfangen. Die Banales nicht auslassende Erzählung der Gegenwart öffnet plötzlich ein Loch und führt zu überraschenden Fundstücken des Autors. Sie verschaffen dem Leser ungeahnte Begegnungen: in Lavaters Maske (1999) mit dem Begründer der Physiognomie, Johann Caspar Lavater, der Freund-Feind Goethes; in Ende der Sommerzeit (2014) geisterte die Skizze vom Schauplatz eines Kriminalromans von Vladimir Nabokovs Hand durch den Roman. Und zuletzt schließlich war es unter dem Titel Nicht wirklich (2023) der vergessene Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .